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Hin- statt wegsehen
Die zentrale Botschaft lautet: Zivilcourage zeigen! Bei Verdachtsfällen aktiv werden, statt die Augen zu verschliessen. Im Mittelpunkt der Sensibilisierungsmassnahmen steht die Meldeplattform www.nicht-wegsehen.net, der deutsche Part der internationalen Initiative www.dontlookaway.report von ECPAT international. Auffällige Situationen in Bezug auf sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen können weltweit an EPCAT gemeldet werden, auf Wunsch auch anonym. EPCAT sichtet diese Informationen und entscheidet, welcher Kooperationspartner die Situation weiterverfolgen kann. Wurde eine Straftat beobachtet, ist eine direkte Meldung an die Bundeskriminalpolizei über die Meldeplattform möglich.
Geschenke und Geldspenden
In vielen Destinationen bieten Kinder Souvenirs und Dienstleistungen an oder betteln um Geld. Mit guter Absicht kaufen Reisende etwas von Kindern oder spenden ihnen Geld. Unwissend wird dadurch der Teufelskreis aus mangelnder Bildung und Armut aufrechterhalten. Kinder sind oft Teil von organisierten «Bettel-Banden», werden kommerziell ausgebeutet und vom Schulbesuch abgehalten. Spenden Sie stattdessen an seriöse Organisationen, welche den Kindern die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben geben.
Fotografieren
Wenn Fotomotive Menschen und insbesondere Kinder abbilden, ist besondere Umsicht geboten. Fotos sollten grundsätzlich die Würde und Kultur des abgebildeten Individuums achten. Sie sollten nicht ohne Einverständnis gemacht werden.
Beschwerden zu menschenrechtlichen oder umweltbezogenen Risiken oder Pflichtverletzungen
Unser Beschwerdeverfahren zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) garantiert eine vertrauensvolle und gleichzeitig transparente Vorgehensweise im Umgang mit Beschwerden zur Verletzung von Menschenrechten oder umweltbezogenen Pflichten – auf Wunsch auch anonym.
Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.
Unser Mutterhaus, die DERTOUR Group, veröffentlichte im August 2019 eine Grundsatzerklärung zum Schutz der Menschenrechte. Damit sendet die Gruppe auch formal ein deutliches Bekenntnis und betont, wie relevant das Thema Menschenrechte für das Unternehmen ist. Es geht darum, die Menschenrechte zu stärken und Verletzungen mit vorbeugenden Massnahmen einzuschränken, respektive zu verhindern. Die Grundsatzerklärung gilt für alle eigenen Geschäftstätigkeiten sowie für die Geschäftspartner weltweit entlang der touristischen Wertschöpfungskette.
Basierend auf ihrer Grundsatzerklärung zum Kinderschutz hat die DERTOUR Group eine umfassende interne Kinderschutzrichtlinie erarbeitet. Grundlage ist eine im Jahr 2022 durchgeführte Risikoanalyse entlang der Wertschöpfungskette. Dabei wurden Aktivitäten identifiziert, die mit Risiken für die Wahrung der Rechte von Kindern verbunden sein können. Die Kinderschutzrichtlinie definiert daher strenge Anforderungen an touristische Produkte und Aktivitäten. Darüber hinaus beinhaltet sie Massnahmen und Prozesse, welche die aktive Umsetzung dieser Anforderungen sicherstellen.
Vertrauen ist gut, schriftliche Vereinbarungen sind besser: 2019 haben wir den Lieferantenkodex, auf Englisch Supplier Code of Conduct (kurz ScoC), für die gesamte DERTOUR Group im Rahmen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes ausgerollt. Damit werden menschenrechtliche und ökologische Anforderungen an unsere Leistungsträger zum festen Bestandteil der Vertragsbeziehungen im In- und Ausland.
Der Lieferantenkodex verpflichtet die Lieferanten zu selbstverantwortlichem, ethisch korrektem Verhalten. Er enthält Verhaltensvorgaben, die in der gemeinsamen Beziehung als Orientierungsrahmen für Geschäftspartner dienen. Damit fliessen die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen genau wie die Werte unseres Unternehmens in die Vertragsbeziehungen zu unseren Geschäftspartnern ein.
DERTOUR Suisse ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Roundtable on Human Rights in Tourism. Der Roundtable versteht sich als Impulsgeber und offene Plattform für Unternehmen, Organisationen und Institutionen im Bereich Menschenrechte im Tourismus.
Weltweit werden jährlich mehr als zwei Millionen Kinder Opfer sexueller Ausbeutung. DERTOUR Suisse hat sich dazu verpflichtet, die sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Information, Prävention und konkrete Projekte zu bekämpfen. Mit der Unterzeichnung des Code of Conduct for the Protection of Children from Sexual Exploitation in Travel and Tourism verpflichtet sich DERTOUR Suisse, präventiv zu handeln und damit Kinderprostitution zu verhindern.
Dieser Kodex beruht auf der UN-Kinderrechtskonvention, die seit 1989 das Schutzbedürfnis von Kindern manifestiert, darunter das Recht auf Freiheit, das Recht auf Bildung und das Recht auf Schutz vor Gewalt.
The Code beinhaltet 6 Kriterien, die aktiv und konsequent umgesetzt werden: