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Korallenriffe, Meeresschildkröten und grosse Fischschwärme liegen an manchen Orten nur wenige Flossenschläge vom Strand entfernt. Anderswo führen Bootsausflüge zu geschützten Riffen, an denen mit etwas Glück Mantas, Walhaie oder Delfine zu sehen sind.
Wir stellen Ihnen fünf besondere Schnorchelgebiete vor: Anda auf Bohol, das Wakatobi-Archipel, die Lahami Bay, das Ari-Atoll und Bonaire. Jedes Revier bietet ein anderes Erlebnis, von flachen Korallengärten bis zu Begegnungen mit grossen Meeresbewohnern.
Welche Tiere Sie sehen und wie gut die Sicht unter Wasser ist, hängt von der Jahreszeit, dem Wetter und den lokalen Bedingungen ab. Tierbeobachtungen in freier Natur lassen sich nicht garantieren.
Anda liegt im Osten der philippinischen Insel Bohol und ist deutlich ruhiger als die bekannteren Ferienorte rund um Panglao. Entlang der Küste wechseln Korallenbereiche, Riffkanten und sandige Abschnitte.
Je nach Standort erreichen Sie Schnorchelplätze vom Strand oder nach einer kurzen Bootsfahrt. In den flacheren Riffbereichen leben tropische Fische. Auch Meeresschildkröten können rund um Anda beobachtet werden. Sichtweite, Wellen und Strömung verändern sich je nach Wetter. Informieren Sie sich deshalb vor jedem Ausflug über die aktuellen Bade- und Schnorchelbedingungen.
Hoteltipp: Amun Ini Beach Resort & Spa
Das Amun Ini Beach Resort & Spa liegt an der Küste von Anda und verfügt über 16 Unterkünfte sowie einen privaten Sandstrand. Das hoteleigene Tauchzentrum bietet Zugang zu zahlreichen Tauchplätzen in der Umgebung; Schnorchelplätze werden mit kurzen Bootsfahrten erreicht.
Das Boutique-Resort eignet sich für Reisende, die Ruhe und Natur suchen. Wer Bohol auch über Wasser kennenlernen möchte, kann den Aufenthalt mit einem Ausflug zu den Chocolate Hills oder ins Inselinnere verbinden.
Das Wakatobi-Archipel liegt an der südöstlichen Spitze Sulawesis. Der Name setzt sich aus den vier Hauptinseln Wangi-Wangi, Kaledupa, Tomia und Binongko zusammen. Das rund 1,39 Millionen Hektar grosse Gebiet wurde 1996 zum Nationalpark erklärt und 2012 in das UNESCO-Netzwerk der Biosphärenreservate aufgenommen.
Die Region umfasst Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangroven. Die UNESCO dokumentiert rund 590 Fischarten und 396 Korallenriffarten. Zu den geschützten Arten in der Region gehören unter anderem Karett- und Grüne Meeresschildkröten, Napoleon-Lippfische, Dugongs und verschiedene Delfinarten.
Für Schnorchelnde sind besonders die flachen Riffbereiche interessant. Dort reichen Korallen vielerorts nahe an die Wasseroberfläche. Zwischen den Korallen und Seegraswiesen leben zahlreiche tropische Rifffische. Welche Tiere Sie beobachten können, hängt von den Bedingungen vor Ort ab.
Hoteltipp: Wakatobi Dive Resort
Das Wakatobi Dive Resort liegt abgeschieden im Südosten Sulawesis und ist mit einem privaten Direktflug ab Bali erreichbar. Vom Resort aus haben Gäste sowohl vom Ufer als auch per Boot Zugang zu den umliegenden Riffen.
Das Resort richtet sich gezielt an Gäste, die ihre Ferien dem Schnorcheln und Tauchen widmen möchten. Neben dem Hausriff werden Ausfahrten zu weiteren Riffabschnitten angeboten.
Die Lahami Bay liegt im Süden der ägyptischen Rotmeerküste, rund 115 Kilometer südlich von Marsa Alam. Die Region ist ruhiger als die grösseren Ferienorte weiter nördlich. Vor der Bucht erstrecken sich Korallenformationen, Seegrasflächen und sandige Bereiche. Das flach abfallende Ufer ermöglicht den Zugang zum Wasser ohne Steg. Im Hausriff leben zahlreiche Rifffische und Meeresschildkröten. Welche Tiere Sie sehen, hängt von den jeweiligen Wetter-, Sicht- und Strömungsbedingungen ab.
Sataya Reef und Spinnerdelfine
Ein bekannter Bootsausflug führt zum Sataya Reef, das auch «Dolphin House» genannt wird. Das hufeisenförmige Riff umschliesst eine Lagune, in der sich Spinnerdelfine aufhalten. Vom Lahami Bay Beach Resort dauert die Bootsfahrt laut Resort ungefähr 1,5 Stunden. Delfinbegegnungen sind nicht garantiert. Halten Sie Abstand zu den Tieren, berühren oder füttern Sie sie nicht und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Guides.
Hoteltipp: Lahami Bay Beach Resort
Das Lahami Bay Beach Resort & Gardens liegt zwischen Wüste und Rotem Meer an einer geschützten Bucht. Das Hausriff ist direkt über den sandigen, flach abfallenden Strand erreichbar. Für weitere Schnorchel- und Taucherlebnisse bietet das Resort Ausfahrten zum Sataya Reef und zu den Fury Shoals an.
Die unterschiedlichen Bereiche des Hausriffs machen das Resort zu einer geeigneten Wahl für Reisende, die während ihrer Ferien regelmässig schnorcheln möchten.
Das Ari-Atoll gehört zu den bekannten Schnorchel- und Tauchregionen der Malediven. Rund um die Inseln liegen Hausriffe, Kanäle und Aussenriffe. Je nach Standort und Bedingungen können Sie Schwarmfische, Rochen oder Meeresschildkröten beobachten. Im südlichen Ari-Atoll werden Walhaie ganzjährig gesichtet. Die Tiere halten sich entlang der Aussenriffe im South Ari Marine Protected Area auf. Eine Sichtung ist und bleibt ein Naturerlebnis ohne Garantie. Mantas folgen dem Nahrungsangebot und werden je nach Saison an unterschiedlichen Stellen des Atolls beobachtet. Wer gezielt nach Walhaien oder Mantas sucht, sollte deshalb die Reisezeit und die Lage der Insel sorgfältig auswählen.
Korallenriffe im Wandel
Der Zustand eines Hausriffs kann sich durch erhöhte Wassertemperaturen, Korallenbleiche, Stürme und lokale Einflüsse verändern. Bei der Wahl einer Insel ist deshalb nicht nur das Atoll entscheidend, sondern auch die aktuelle Situation am jeweiligen Riff.
Unsere Reiseprofis unterstützen Sie dabei, eine Insel zu finden, deren Lage und Hausriff zu Ihren persönlichen Erwartungen passen.
Hoteltipp: Vilamendhoo Island Resort & Spa
Das Vilamendhoo Island Resort & Spa verfügt über ein gut zugängliches Hausriff. Zu den dort dokumentierten Bewohnern gehören Meeresschildkröten, Fischschwärme, Napoleon-Lippfische, Schwarzspitzen-Riffhaie und Adlerrochen.
Zehn Kanäle führen durch das Riff. Da die Strömung zeitweise stark sein kann, sollten Schnorchelnde die Sicherheitshinweise des Resorts beachten und bei ungünstigen Bedingungen innerhalb des Riffs bleiben.
Walhai- und Manta-Sichtungen sind nicht als Bestandteil des Hausriffs zu verstehen. Das Resort bietet separate Bootsausflüge zum Manta Point und Whale Shark Point an. Die Durchführung hängt von der Bootsverfügbarkeit ab; Tierbeobachtungen können nicht garantiert werden.
Bonaire gehört mit Aruba und Curaçao zu den ABC-Inseln. Rund um Bonaire und Klein Bonaire schützt der 1979 gegründete Bonaire National Marine Park die Küstengewässer. Der Park reicht von der Hochwasserlinie bis in 60 Meter Tiefe und umfasst Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangroven. Das schmale Saumriff beginnt vielerorts nahe der Küste. Insbesondere an der geschützteren Westseite sind zahlreiche Stellen direkt vom Ufer zugänglich. Wetter und Meer können an der Ostseite anspruchsvoller sein. Zwischen Korallen, Schwämmen und Seegras leben zahlreiche karibische Rifffische. Je nach Ort und Bedingungen können auch Meeresschildkröten, Muränen oder Adlerrochen beobachtet werden.
Ein Riffsystem unter Veränderungsdruck
Die Unterwasserwelt von Bonaire steht unter Druck. STINAPA bestätigt, dass die Stony Coral Tissue Loss Disease, kurz SCTLD, auf Bonaires Riffen nachgewiesen wurde. Die Krankheit breitet sich schnell aus und kann bei betroffenen Korallen zu starkem Gewebeverlust und zum Absterben führen.
Für die Nutzung des Bonaire National Marine Park ist die STINAPA-Naturgebühr obligatorisch. Korallen und Meerestiere dürfen nicht berührt oder bewegt werden. Handschuhe und Knieschoner sind beim Tauchen grundsätzlich verboten. Zudem fordert STINAPA Besucherinnen und Besucher auf, ihre Ausrüstung gemäss den aktuellen SCTLD-Vorgaben zu desinfizieren.
Da Schutzbestimmungen und temporäre Sperrungen angepasst werden können, sollten Sie vor der Reise die aktuellen Hinweise von STINAPA prüfen.
Hoteltipp: Buddy Dive Resort
Das Buddy Dive Resort liegt direkt am Meer und ist auf Tauch- und Schnorchelferien ausgerichtet. Buddy’s Reef ist das Hausriff des Resorts und gilt als geeigneter Einstieg für Anfängerinnen und Anfänger.
Weitere vom Ufer zugängliche Plätze liegen entlang der Westküste. Das Resort bietet ausserdem Bootsfahrten zu Riffen rund um Bonaire und Klein Bonaire an.
Die Appartements verfügen über eine Küche und einen separaten Wohnbereich. Dadurch eignet sich das Resort besonders für längere Aufenthalte und individuell gestaltete Ferientage.
Ob die vielfältigen Korallenriffe Wakatobis, das Hausriff im südlichen Roten Meer oder ein Bootsausflug zu den Walhaigebieten des Ari-Atolls: Jedes Revier bietet einen eigenen Zugang zur Unterwasserwelt.
Welche Destination am besten zu Ihnen passt, hängt von der Reisezeit, Ihren Erfahrungen im Wasser und der gewünschten Kombination aus Hausriff und geführten Ausflügen ab. Die Reiseprofis von Kuoni beraten Sie gerne bei der Wahl des passenden Reviers, der Unterkunft und der geeigneten Reisezeit.
Hinweis: Sichtweiten, Strömungen, Riffzustände, Tierbeobachtungen, Ausflüge und lokale Bestimmungen können sich kurzfristig ändern. Bitte informieren Sie sich vor der Buchung und nochmals vor Ort über die aktuellen Bedingungen.
Fotos: Shutterstock, Mohamed Rasheed, Wakatobi Dive Resort
Quellen:
Anda und Amun Ini
Offizielle Website des Amun Ini Beach Resort & Spa
Wakatobi
UNESCO: Wakatobi Biosphere Reserve
Offizielle Website des Wakatobi Dive Resort
Lahami Bay und Sataya Reef
Offizielle Website des Lahami Bay Beach Resort
Lahami Bay Beach Resort: Sea World
SeaHorse Diving Club: Satayah Dolphin Reef
Ari-Atoll und Vilamendhoo
LUX South Ari Atoll: Whale Shark Trip
South Ari Dive Center
Vilamendhoo: House Reef
Vilamendhoo: Informationen zum Hausriff
Vilamendhoo: Ocean Discovery Excursion
Bonaire
STINAPA: Bonaire National Marine Park
STINAPA: Naturgebühr
STINAPA: Regeln für Taucherinnen und Taucher
InfoBonaire: Geschichte und Umfang des Marine Parks
InfoBonaire: Buddy’s Reef
Buddy Dive Resort: Diving