Segelromantik in Costa Rica auf der Star Flyer

Pura Vida und 1000 km Pazifikküste

Product Managerin

Susanne Renz

ist Product Managerin bei Kuoni Cruises. Wenn sie nicht gerade Meerluft schnuppert - am liebsten auf kleinen Schiffen - dann ist sie mit Kamera und Rucksack in den Schweizer Bergen zu finden.

Tag 1

Endlich ist es so weit – mit vollgepackten Rucksäcken stehen wir am Pier in Puerto Caldera und sehen die Star Flyer draussen auf dem Meer ankern. Von unserem vierwöchigen Trip durch Costa Rica verbringen wir die erste Woche auf dem Grosssegler. Ausgehend von Puerto Caldera segeln wir über 1000 Kilometer die Pazifikküste entlang bis nach Nicaragua und wieder zurück, und das mit maximal 170 Passagieren.

Piratenfeeling und costa-ricanische Tradition

Leger und entspannt geht es auf der Star Flyer zu und her. An Seetagen lassen wir es ganz gemütlich angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit lokalen Spezialitäten geniessen wir im Liegestuhl die Ruhe und Sonne. Ich liege öfters im Netz vor dem Bug und beobachte die schnellen Delfine, die mit unserem Schiff um die Wette schwimmen. Etwas später klettere ich piratengleich den Segelmast hinauf und halte Ausschau nach den grossen Meeresschildkröten, anderen Schiffen oder ob Land in Sicht ist.

Broadwayshows, wie auf den grossen Kreuzfahrtschiffen, sucht der Gast an Bord vergeblich. Auf der Star Flyer steht das künstlerische Engagement der Crew im Mittelpunkt, und es gibt jeden Abend an Deck eine andere musikalische Veranstaltung. An einem Abend kommen lokale Künstler an Bord und führen uns in traditioneller Kleidung einen typischen costa-ricanischen Tanz vor.

Offene Brücke

Eine Besonderheit ist die «Open Bridge Policy» und verstärkt die Seemanns-Romantik. Im Gegensatz zu den grossen Kreuzfahrtschiffen, wo Gäste die Brücke aus Sicherheitsgründen nicht betreten dürfen, ist auf der Brücke der Star Flyer jeder willkommen. Wir unterhalten uns immer wieder mit dem Kapitän, schauen auf der Karte, wo wir uns gerade befinden, und stellen Fragen zu Navigation, Seemannsknoten, Wetter- und Meereskunde.

Adrenalin und Erholung

Playa del Coco, Curu und Santa Rosa – schon die Namen lassen Paradiesisches in Costa Rica erahnen. Mit den Rettungsbooten gehen wir an Land und auf Entdeckungstour. An Land sind die Möglichkeiten vielfältig, alle Gäste kommen auf ihre Kosten. Aktive wandern durch tropische Trocken-, Nebel- oder Regenwälder, um das Reich der roten Aras, Faultiere, Weisskopfaffen und Leguane zu erleben, oder powern sich auf einer River-Rafting-Tour auf dem Carobici-Fluss aus.

Waghalsige sausen mit Klettergurt und Helm an Stahlseilen durch Baumkronen und geniessen Aussichten, die sonst nur Affen und Vögeln vorbehalten sind. Erholungssuchende finden ihr Glück an den traumhaften, einsamen Stränden mit türkisblauem Wasser unter einer Schatten spendenden Kokospalme – der frisch gemixte Mango-Kokos-Drink darf hier natürlich nicht fehlen.

Surfen und Backpacker

Unser einziger Stopp in Nicaragua ist in San Juan del Sur. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Backpacker, Surfer, Aussteiger und Künstler halten sich in dem Kleinstädtchen auf. Die meisten warten auf «ihre Welle». Nach einigen Versuchen entscheiden wir uns gegen eine Surfkarriere und wandern stattdessen auf einen Hügel zur zweitgrössten Christusstatue der Welt. Für den schweisstreibenden Aufstieg werden wir mit einem überwältigenden Ausblick auf die Bucht und den Ort belohnt. Zum Abschluss gönnen wir uns ein kühles Toña – ein nicaraguanisches Bier.

Genussvolle Überraschung

Auf Isla Tortuga erwartet uns ein Traumtag. In einer kleinen Bucht an einem einsamen Strand veranstaltet die Crew ein sagenhaftes Barbecue: gebratener Fisch, Fleischbällchen, karibisch gewürzte Kartoffeln, Bier, Softgetränke, Cocktails, gegrillte Bananen und Ananas – alles, was das Herz begehrt. Den Tag durch machen wir das, worauf wir gerade Lust haben. Zwischen Relaxen und Erholen stürzen wir uns immer wieder in die kühlen Fluten oder schnappen uns eines der Wassersportgeräte, die die Crew zur Verfügung stellt: Schnorchel, Kajak und Surfbrett.

Zum Abschied geniessen wir einen der schönsten Sonnenuntergänge und staunen, wie der riesige Feuerball langsam im Meer versinkt. Kaum an Bord, hisst die Crew die Segel. Mit viel Wind in den Segeln und zur Musik von Vangelis’ «Conquest of Paradise» lassen wir Isla Tortuga hinter uns, und unser Kapitän steuert das nächste Tagesziel an.

Gänsehautfeeling pur.

Text: Susanne Renz

Bilder: Susanne Renz, DER Touristik Suisse AG

Erstveröffentlichung: 19. Juni 2018

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