Meike Beierer (Media Touristik), Sibylle Hess (Helvetic Tours Winterthur), Tanja Blatter (Kuoni Thun), Malaica Lewis (Kuoni Glattzentrum), Ruth Landolt (asia356), Fabienne Suter (Kuoni Interlaken), Hans Graf (Graf Reisen) und Aline Witschi (Kuoni Grenchen) - wir stossen vor in das wilde Herz Indiens, immer nach dem Motto «Wer einen schlafenden Tiger weckt, braucht schnelle Beine». In diesem Sinne «Gring abe u seckle». 
 

Erlebnisse vom 5. Mai

07.30 Uhr. Das Gepiepe des Weckers ist nervig, doch die Müdigkeit verfliegt schlagartig, als wir feststellen: wir sind in INDIEN! Nach einem ruhigen Flug mit Swiss sind wir heute früh um 00.30 Uhr in Delhi gelandet. Die Nacht war kurz, das Frühstücksbuffet im wunderbaren Hotel Taj Mahal opulent und schon warten Vielfalt, Farben und Gegensätze Delhis auf uns. 

Bei gefühlten 50 Grad entdecken wir die 18 Mio. Metropole. Raj, unser kompetenter Guide, führt uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie dem India Gate, wo wir an die 90'000 gefallenen Inder des 1. Weltkrieges erinnert werden oder zum schlichten Einäscherungsplatz von Mahatma Gandhi. Hier gedenken wir der grossartigen Leistung der «grossen Seele», was Mahatma übersetzt heisst. 

Zudem erhaschen wir auch Einblicke in den indischen Alltag. Am Strassenrand wird gekocht, gewaschen, gehockt, gelesen, gegessen und geschlafen, während auf der Strasse ein riesiges Durcheinander herrscht. Es wimmelt von Velos, Motorrädern, Rikschas, Tuk-Tuks, Tata Nano’s, den berühmten indischen Smarts, Bussen und Taxis, meist voll beladen mit Menschen und Waren. Wir staunen über das Chaos und die ungeschriebenen indischen Verkehrsregeln und stellen fest: ohne Hupe geht gar nichts! Von gängigem Wildlife ist zwar weit und breit nichts zu sehen – dieses würde vermutlich hier ersticken im Smog. Doch das «wild life» in Delhi begeistert uns dennoch. Wir sind gespannt, was uns auf der Weiterreise erwartet. 

Erlebnisse vom 6. Mai

Die Inder sagen, das Taj Mahal sei «eine Träne auf der Wange der Zeit». Wir haben heute zum Sonnenaufgang selber erlebt wie wunderbar treffend diese Worte sind. Im Roten Fort betrieben wir echte Völkerverständigung und sind nun ganz sicher ein halbes hundert Mal auf indischen Familienfotos verewigt. 

Um in der Wildnis zu überleben, haben wir anschliessend gelernt, Naan im Tandoori-Ofen zuzubereiten. Bemerkenswert dabei war die spezielle Wurftechnik unserer Malaica. 
Taj Mahal
Auf der Weiterfahrt kündigte uns ein plötzlicher Sandsturm auf eindrückliche Weise den Bundesstaat Rajasthan an. Mit Staub auf den Zähnen lernten wir in unserem Palast-Hotel Raj Niwas Palace einen modernen Maharaja kennen, der sich als eigentlicher Crocodile-Dundee entpuppte. In wilder Fahrt brachte er uns im Safari-Jeep zum Chambal, wo uns ein Krokodil mit weit offenem Maul erwartete. Die anschliessende Bootsfahrt beschenkte uns mit der Sichtung von gleich mehreren der äussert seltenen Gharial, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten zu finden sind; was für ein Einstieg ins Wildlife! Den Tee tranken wir in einem kleinen Lehmdorf, das weder ans Strom- noch ans Wassernetz angeschlossen ist. Scheue Frauen in leuchtenden Saris holen jeden Tropfen Wasser am Fluss. So wurde uns eindrücklich vor Augen geführt, weshalb in Indien die Landflucht so gross ist. Die Diskrepanz zu unserem Palast machte uns nachdenklich. Ein unglaublicher Ort der Kraft hat uns aber ganz zum Schluss des heutigen Tages sprichwörtlich aus den Flip-Flops gehauen. 108 Tempel im Pushkar-Stil rund um einen zauberhaften Lotusteich; der wenig bekannte Machkund Tempel. 100 Punkte für unseren Crocodile-Dundee.

Erlebnisse vom 7. Mai

Wir erwachten im Märchenpalast und die Reise ging in Richtung «verlassene Stadt» Fatehpur Sikri. Aufgrund blockierter Strasse musste unser Bus auf staubige Strässchen und Ziegenwege ausweichen. So holperten wir hupend an kleinen Dörfern mit winkenden Kindern, gaffenden Kühen, Ochsen und kunstvoll zum Trocknen aufgetürmten Kuhfladen vorbei. Das war auch für uns geübte Reisende ein tolles Erlebnis. Für diejenigen, die in der Staubwolke hinter uns gelitten haben, wohl weniger. 

Fatehpur Sikri, die frühere Hauptstadt des Mogulreiches und Weltkulturerbe aus rotem Sandstein, beeindruckte uns mit ihrer Weitläufigkeit. Wir lernten viel über religiöse Toleranz und die Weitsicht des Erbauers. Nur schwer vorstellen konnten wir uns die Kälte, die hier im Winter herrschen soll. Wir fühlten uns wie im Backofen. Womit wir schon wieder beim Thema «Essen» waren. Das war einmal mehr opulent und wurde mit Stil im Laxmi Barathpur Palast eingenommen. Auf einem endlosen, vor Hitze flimmernden Perron gingen wir zielstrebig zur erwarteten Haltestelle unseres Wagons. Diese war perfekt ausgeschildert. Tausende von Augen folgten jeder unserer Bewegungen. Zuerst faszinierte uns das Innenleben dieses vollbesetzten Zuges. Tee wurde ausgeschenkt oder auf Sibylles Hose geleert und Händler mit allerlei Waren liefen ununterbrochen durch den Wagon. Bei abnehmendem Licht richteten sich unsere Blicke nach aussen. Die karge Landschaft wurde in sanfte Beigetöne getaucht, was die farbenprächtigen Saris der Frauen fast unwirklich leuchten liess. 
Fatehpur Sikri
Ranthambore empfing uns mit erstaunlicher Sauberkeit und einem weiteren herzlichen Welcome. Bei einer Vorlesung über die Fauna des Nationalparks wurde unsere Spannung für wilde Begegnungen noch gesteigert. So hoffen wir auf eine gute, wenn auch kurze Nacht, so ganz im Sinne «Es sind schon viele als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet». 

Erlebnisse vom 8. Mai

Der heutige Tag stand unter dem Motto: Wir suchen den Tiger, wir finden den Tiger. Zu früher Morgenstunde fuhren wir im offenen Truck zusammen mit einem Dutzend einheimischer Touristen in den Ranthambore Nationalpark. Uns war eine tolle Strecke, das Habitat einer Tigerin mit drei Jungen zugelost worden. Die Landschaft war traumhaft. Im Morgenlicht leuchtende Tempel, geheimnisvoll anmutende Banyan Bäume, Pfaue welche ihre bunte Federpracht präsentierten. Die Sichtung von Wild beschränkte sich auf verschiedene Affenarten, Rehe, Hirsche, Gazellen, Wildschweine und Krokodile. Interessant fielen die Sozialstudien innerhalb des Safarifahrzeugs aus. Ornithologie-Liebhaber mit Teleobjektiven, länger als unsere Arme, schossen tausende von Bildern der immer wieder gleichen Vögel. Wir fragten uns, wer die vielen Bilder wohl eines Tages sichten würde. Wir lernten zudem eine kulturelle Besonderheit der Inder hautnah kennen, nämlich dass sie nicht dieselben Gefühle für Distanz und Nähe haben wie wir. 

Anschliessend besuchten wir das Dastkar-Ranthambore Selbsthilfeprojekt, wo Frauen sich zusammengeschlossen haben und gemeinsam Souvenirs und lokale Kleider produzieren und verkaufen. So konnten wir den bisher gezähmten Shopping-Trieb ausleben. 

Nach dem Mittagessen wurde die Gruppe überrascht mit einem Resort der absoluten Extraklasse – Glamping vom Feinsten im Aman-i-Khàs. Schon das Empfangskomitee von mindestens 20 Personen, die Spalier standen, war eindrücklich. Nach der Begrüssung wurde jedem von uns ein persönlicher Butler zugeteilt. Zwei Jeeps erwarteten uns für eine weitere Fahrt in den Park. Der Unterschied von SIC und Privatreise wurde uns eindrücklich vor Augen geführt. Wir genossen die freie Sicht. Der perfekte Moment des heutigen Tages war die Rückkehr in unser Luxuszelt. Das Bad war schon eingelassen, perfekt in der Temperatur, mit fein duftenden Ölen angereichert – ein Traum. Sicher ist, dass alle von uns ihren persönlichen Butler am Liebsten nach Hause mitnehmen möchten. 

Erlebnisse vom 9. Mai

Das Frühstück im Schatten alter Bäume, für jeden von uns ganz nach Wunsch individuell zubereitet, war bereits ein wunderbarer Einstieg in den Tag. Ein Butler nahm die Bestellung von 8 Personen inklusive unzähliger kleiner Extrawünsche ohne einen Zettel und nur mit einem kleinen Wackeln des Kopfes zur Kenntnis. Als anschliessend tatsächlich alles so kam wie bestellt, zollten wir ihm ehrliche Bewunderung. 

Abwechslungsreich war die Fahrt von Ranthambore nach Jaipur. Wir hingen an den Fenstern des Busses und bewunderten das Gewusel in den Dörfern, die farbenprächtigen Saris der Frauen, die unmöglich erscheinenden Beladungen der Fahrzeuge und die reich beladenen Marktstände. Ein Fest für die Augen und dazwischen immer wieder einmal ein Adrenalin-Stoss ob der waghalsigen Manöver, zu denen unser Fahrer Anil gezwungen wurde. Auch unser charmanter Bushelfer Sunder trug fleissig zum Gelingen bei. Oft musste er gar aussteigen und die Millimeterarbeit von Anil dirigieren. 

In Jaipur, der Pink-City angekommen wurden diejenigen von uns, welche noch essen mochten, standesgemäss durch das Samode Haveli verpflegt. Die anderen pflegten ihre sensiblen Mägen. Anschliessend besuchten wir die quirlige Altstadt und den Palast des Raja von Jaipur. Unsere Kollegen erwarteten uns bereits im ITC Rajputana, wo wir uns sofort hinter unsere Präsentation klemmten. Unsere Abenteuer ergaben einen phantastisches «Dschungelbuch». 

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