Zwei Herren auf Hochzeitsreise in bella Italia

Flitterwochen in Sizilien

Reisender

Ray Fuhrer

Ray ist Gründer und Geschäftsführer des schwul-lesbischen Reisebüros Pink Cloud. Als ehemaliger Flight Attendant bereiste er die ganze Welt, als zweifacher Europameister im Rock’n’Roll legte er tänzerische Spitzenleistungen hin. Inzwischen mag es der ehrgeizige Zürcher etwas ruhiger. Seine Zeit verbringt er am liebsten mit seinem Mann bei einer Partie Golf oder einem Glas Rotwein – vorzugsweise in seiner zweiten Heimat Südafrika.

Italien ist (noch) nicht bekannt dafür, eine gayfriendly Destination zu sein. Dennoch entschliessen sich Ray Fuhrer und sein Lebenspartner Peter dazu, ihre Flitterwochen in Sizilien zu verbringen. Eine gute Entscheidung.

Im Frühling ist Sizilien herrlich. Da blüht alles, die ganze Insel duftet nach Orangen und Zitronen, auf den Piazzas wird fleissig Cappuccino getrunken, und die Märkte quillen nur so über. Frischer Fisch, Muscheln, Früchte, Gemüse und Blumen – ein Meer an Leckereien überflutet die Markttische und betört die Sinne jedes Besuchers. «Das ist genau das, was wir lieben!» Ray Fuhrer und sein Gatte Peter tauchen in ihren Flitterwochen in die Üppigkeit von Bella Italia ein. Mit dem Flugzeug reisen sie von Zürich nach Catania und von dort aus mit dem Mietwagen weiter zu den traumhaften Orten auf ihrer Wunschliste: Taormina, Donnafugata, Sciacca

Taormina – Meer und Farben

Ihren ersten Stopp legen sie in Taormina ein. Einem malerischen Städtchen an der Ostküste, rund 40 Kilometer vom Vulkan Ätna entfernt. Der autofreie Ortskern liegt auf einer Terrasse des Monte Tauro auf rund 200 Metern Höhe und bietet ein Panorama zum Verlieben: Unterhalb reihen sich die Ziegeldachhäuser wie Bonbons aneinander; davor erstreckt sich das Meer in seinen schönsten Blautönen. «Die Aussicht ist einfach ein Traum», schwärmt Ray. Ähnlich sah das Johann Wolfgang von Goethe. Er gehörte zu den ersten Touristen überhaupt in Taormina und war offenbar so angetan von dem Ort, dass er ihm im Buch «Der italienische Reisende» mehrere Seiten widmete.

Donnafugata – Golfen und Geschichte

Die Reise führt das Hochzeitspaar weiter nach Ragusa, in das Weinbaugebiet Donnafugata. Ein Paradies für die Gourmets, die dem Charme der italienischen Kulinarik erlegen sind. «Wir sind mehrere Nächte geblieben und haben von dort aus viele Ausflüge gemacht, Golf gespielt und verschiedene Restaurants ausprobiert», so Ray. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass man in Sizilien keinen italienischen Wein bestellen kann. Nur sizilianischen, erklärt der Italienfan mit einem Augenzwinkern. Selbst in Spitzenrestaurants. Der Wein, insbesondere von der Traubensorte Nero d’Avola, ist sehr beliebt. Bei dieser Sonne und dieser Erde einfach «irrsinnig», findet Ray. Als Genuss- Experte hat er nicht nur den perfekten Tropfen gefunden, sondern auch das ideale Souvenir für die daheimgebliebenen Freunde entdeckt. Eine getrocknete Kräutermischung mit Peperoncini und Rosmarin, die hervorragend zu Pasta und Fleisch passt. Gekauft in seinem absoluten Lieblingsdorf Siracusa, wo der Marktbesuch ein Muss ist. Nebst Gourmets und Golfern kommen auch Kulturliebhaber in Sizilien voll auf ihre Kosten. Das Valle dei Templi in den archäologischen Stätten von Agrigento ist besonders imposant und zeigt die historische Nähe zu Griechenland auf.

Sciacca – Emotionen und perfect moments

Den persönlichen Höhepunkt ihrer Reise erlebt das Flitterpaar im Verdura Golf & Spa Resort in Sciacca. Bei ihrer Ankunft führt sie der Concierge direkt zu Tisch, wo ein Tablet bereit liegt. «Wir dachten erst, er wolle uns das Hotel präsentieren», sagt Ray. Aber dann blitzt eine Videobotschaft am Bildschirm auf. Die Kolleginnenund Kollegen des Paares gratulieren den Verliebten zur Trauung und schenken ihnen auf diese Weise ein Upgrade in eine Suite. «Wir sassen da und waren so gerührt, dass die Tränen nur so herunterliefen», gesteht Geschäftsmann Ray. Mit allem hätten sie gerechnet, nur nicht damit, dass es so emotional werden würde. Der Concierge habe sich sehr mit ihnen gefreut. Von dem Moment an wussten alle im Hotel, dass die Schweizer Herren in den Flitterwochen sind. Der Direktor und die ganze Belegschaft haben gratuliert. «Es war so toll. Wir haben das überhaupt nicht breitschlagen wollen, und schlussendlich sind wir auf Händen getragen worden», so Ray.

Fotos: Ray Fuhrer, Shutterstock
Text: Magdalena Ostojic

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