Filmemacher

Simon Wottreng

Aufgewachsen in Basel, drehte Simon schon als Kind auf einem VHS-Recorder Krimis. Später studierte er Soziologie und Medienwissenschaft, wobei er neben dem Studium als Beleuchter zu arbeiten begann. Heute fasziniert ihn das Licht noch immer genauso, wie Geschichten in Bildern zu erzählen. 2016 schliesst Simon sein Filmstudium an der ZHdK mit Fokus auf Kamera ab.

Zur Person

Was inspiriert dich? 
Reisen, Musik, Filme, Menschen, Bücher. 

Der Soundtrack deines Lebens? 
«At the Drive-in» von Lopsided. 

Inwiefern bist du anders, wenn du reist? 
Ich schau nur nach vorne. 

Wohin willst du unbedingt noch hinreisen? 
Kolumbien. 

Was machst du nur im Ausland? 
Gut über die Schweiz sprechen. 

Was vermisst du in der Ferne? 
Den Rhein und meine Freunde. 

Was vermisst du in der Heimat? 
Gastfreundschaft, Offenheit gegenüber Fremden, Solidarität, Lebenslust, Grosszügigkeit, Humor, Respekt. Und das Meer. 

Hörst du eher auf deinen Verstand oder dein Bauchgefühl? 
Auf meinen Verstand, weil sich dieser mit jeder richtigen und falschen Entscheidung weiterentwickelt. Das Bauchgefühlt eher nicht. 

Welche Person möchtest du unbedingt mal treffen? 
Antonio Negri, italienischer Politikwissenschaftler und Verfasser des Werks «Empire».

Zum Land

Was hast du in Irland nicht erwartet? 
Sonnenschein. 

Wie würdest du deinen schönsten Moment in Irland in drei Worten beschreiben? 
Regen, Wind, Wellen. 

Wie hat sich dein Blick auf Irland durch die Reise verändert? 
Schwierig zu sagen, da ich völlig unvorbereitet hingereist bin. 

Wie würdest du Irland in 140 Zeichen beschreiben? 
Eine vom Wetter gegerbte Insel, deren Bewohner harte Arbeit gewohnt sind. Unter solchen Bedingungen muss man zueinander stehen und Widrigkeiten mit Lachen begegnen. So lassen sich die unglaubliche Hilfsbereitschaft, Musikalität und Trinkfreudigkeit der Iren erklären. 

Eine neue Erkenntnis, die du in Irland gewonnen hast... 
Etwas ganz Pragmatisches: Mit entsprechender Kleidung lässt sich auch im Dauerregen draussen kochen und essen. 

Wie hat dein Frühstück ausgesehen? 
Instant-Kaffee und Sauerteigbrot. 

Was hast du dir gekauft? 
Lebensmittel, Benzin und Irish Pale Ale. 

Welches Wort hast du gelernt? 
Die wirkliche Bedeutung von «to roam»

Zum Film

Dein Film spielt in Irland. Wieso? 
Weil mich die Bedeutung von Heimat interessiert. Irland ist ein Land, welches eine lange, sicher nicht freiwillige Geschichte der Emigration hat. Was bedeutet es, aus wirtschaftlichen Gründen wegziehen zu müssen (Stichwort «Wirtschaftsflüchtlinge»)? Was lässt man zurück? 

Wieso ist Irland optisch und inhaltlich ein interessanter Ort, um einen Film zu drehen? 
Optisch aufgrund seiner rauen Küstenlandschaft. Inhaltlich aufgrund seiner rauen, aber herzlichen Menschen, die den Launen der Natur trotzen und Fremde willkommen heissen, anstatt sich zu verbarrikadieren. 

Was möchtest du mit deinem Film zum Ausdruck bringen? 
Migration ist eine Konstante in der Geschichte der Menschheit. Lasst uns Fremde freundlich empfangen und von ihnen lernen. Morgen sind wir es vielleicht, die in einem anderen Land um Unterkunft bitten. 

In welchem Land willst du deinen nächsten Film drehen? 
Im weltoffenen Fürstentum Liechtenstein.

Dieses Projekt wird unterstützt von Canon.

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