Logbuch Thailand

auf Abenteuerreise mit dem Rucksack

Reisende

Jasmin Roth

Ihr Traum ist es, eines Tages die ganze Welt zu bereisen. Den richtigen Weg dafür hat die 21-Jährige bereits eingeschlagen: mit ihrer Lehre in der Kuoni Filiale Bern. Ist sie physisch gerade mal nicht unterwegs, so ist sie es gedanklich – mit guten Büchern, die sie überall hin begleiten.

Es ist die erste grosse Reise auf eigene Faust für Jasmin Roth und Freund Oliver. Mit Taxi, TukTuk, Zug, Roller und Fähre erkunden die beiden das Ferienparadies Thailand. Unterwegs von der Millionenmetropole Bangkok durch verschlafene Dörfchen bis nach Koh Samui begegnet ihnen Neuland in unterschiedlicher Form: von Kulinarik bis Tauchen.

Tag 1 

Auf der Dachterrasse des Hotels «Centara Watergate Pavillion» zelebrieren wir unsere Ankunft in Bangkok. Unser erstes thailändisches Abendessen: Reis mit Crevetten, Ananas und Cashewnüssen. Wir sind im kulinarischen siebten Himmel! Passend dazu die Sicht vom 20. Stock auf die faszinierende Millionenstadt.

Tag 2

Das kulinarische Verwöhnprogramm geht am Frühstücksbuffet weiter. Wir fühlen uns bereit für den ersten Sightseeing-Tag und mieten ein TukTuk. Auf dem Programm: der Königspalast. Auf dem riesigen Areal befinden sich zahlreiche Temeplanlagen, darunter auch die berühmte Buddha-Statue aus Jade.

Tag 3 
Wir nehmen ein Taxi zum Bahnhof, um von dort aus ins südlich gelegene Hua Hin zu reisen. Aber Bangkoks Strassen quellen über vor Verkehr. Stau, Stau und nochmals Stau. Nach einer Stunde im Auto wird die Zeit langsam knapp. Wir sind zwar nicht mehr weit entfernt vom Bahnhof, aber es geht nicht vorwärts. Also bezahlen wir, steigen aus und rennen mit unseren Rucksäcken los. Wir schlängeln uns zwischen hunderten Autos hindurch – quer über die Strasse, klettern über Geländer und Gitter, bleiben hängen und rennen weiter. Das ganze Spektakel unter den Blicken staunender Thais. In der letzten Minute springen wir in den Zug und lassen uns auf die erstbesten Sitze fallen. Atemlos und schweissüberströmt. Der Lokführer pfeift, schwingt die grüne Fahne und wir tuckern los in Richtung Süden. An uns ziehen die schönsten Landschaften vorbei: grüne Reisfelder, idyllische Dörfer — ich bin fasziniert. Zwischendurch halten wir; Einheimische steigen aus und ein, manche verkaufen Snacks für unterwegs. Reis, Fleisch, Mangos, Erdnüsse, Fisch, Papaya, Getränke in Plastikbeuteln. Ich vergesse die Zeit komplett und merke gar nicht, dass wir schon 220 Kilometer hinter uns haben, als wir nach fünf Stunden Fahrt in Hua Hin ankommen.

Tag 4 

Ich ziehe die Vorhänge und stelle fest: Es regnet. Doch wie so oft in Thailand, folgt auf kurze und heftige Schauer Sonnenschein. Wir schlendern zum Strand und tauchen unsere Füsse ins Wasser. Das Meer ist spiegelglatt, die Sonnenstrahlen lassen die Oberfläche glänzen. Wir sind ganz alleine an diesem wunderschönen Strand und geniessen die Ruhe, den atemberaubenden Anblick der Natur. Zur Mittagszeit besteigen wir den Zug nach Prachuap Khiri Khan und machen es dieses Mal schlauer als bei der letzten Reise. Wir kaufen uns ein Ticket für die dritte Klasse, damit wir möglichst mit den Einheimischen reisen können. Für das Zugbillett in die rund 90 Kilometer entfernte Stadt bezahlen wir umgerechnet 50 Rappen. Ein Herr wechselt sofort den Platz, damit wir ein Abteil für uns haben. Sehr schnell kommen hier die Verkäufer mit gefüllten Körben. Ich kaufe Erdnüsse für mich, aber auch für einige Mitfahrende, die sich herzlich dafür bedanken. Als ich meine Kamera auspacke, ruft mir ein Mann zu meiner Linken zu, pfeift und schnippt mit den Fingern, um meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Er zeigt seinen nackten Oberkörper und demonstriert seinen flachen Bauch. Wir müssen beide lachen. In Prachuap Khiri Khan marschieren wir mit unseren Rucksäcken vorbei an vielen kleinen Läden und Werkstätten — und werden von allen Seiten angeschaut. Hierher kommen nur wenige Touristen.

Tag 5

Unsere Reise führt uns weiter nach Chumphon. Um die Gegend gemütlich und auf eigene Faust erkunden zu können, mieten wir Roller. Irgendwo unterwegs entdecken wir einen wunderschönen und menschenleeren Strand. Robinson Crusoe Feeling kommt auf, als wir alleine baden gehen, die Aussicht geniessen und lange am Strand liegen. Irgendwann taucht ein Fischer auf und versucht mit dem Netz am Ufer einen Fang zu machen. 

Tag 6

Wir reisen mit der Fähre zur kleinen, verträumten Insel Koh Tao, um Thailand aus einer anderen Perspektive kennezulernen: der Unterwasserperspektive. Tauchen können wir beide nicht, aber das soll sich ändern. Gleich nach dem Check-In im Hotel suchen wir den Dive Shop auf und buchen einen Open Water Course für vier Tage

Tag 7

Nachdem wir Theorie und erste Tauchversuche im Pool erfolgreich gemeistert haben, wagen wir uns raus in die freie Wildbahn. Wir sind bereit für den ersten Tauchgang. Zuerst besuchen wir den Japanese Garden. Mit unzähligen Fischen bewegen wir uns im türkisblauen Wasser — wir scheinen zu schweben und ich bin berauscht von so viel Schönheit. Der zweite Tauchgang führt uns zu den Twins, zwei Unterwasserfelsen, die als Tauch-Hotspot gelten. In zwölf Metern Tiefe begegnen wir bunten Schwärmen exotischer Prachtexemplare; sie passen sich dem Wellengang des Meeres an und ich bin fasziniert, dass ein kurzer Ruck mit meiner Hand ausreicht, damit sich die Fische in zwei Gruppen trennen. Erschöpft und glücklich kehren wir zurück aufs Boot, wo ich mir auf dem Oberdeck ein Plätzchen suche und die Sonnenstrahlen geniesse. 

Wir sind inzwischen nach Koh Samui gereist, um entspannte Tage an traumhaften Stränden zu geniessen. Ich lasse mich morgens im Spa mit Massagen verwöhnen und widme mich nachmittags in der Hängematte einem Buch. Nach gut einer Woche kommt der Moment des Abschiednehmens. Wir besteigen einen kleinen Flieger nach Bangkok und haben nach der Landung das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Die puliserende Metropole ist ein starker Kontrast zu den ruhigen Inseln.

Tag 14

An unserem letzten Tag entscheiden wir uns, vormittags eine Shoppingtour zu machen und den Rest der Zeit auf der Dachterrasse zu verbringen. Im Swimmingpool und in Lounge-Körben. Unsere Ferien enden, wie sie angefangen haben: mit einem köstlichen Abendessen und einem unvergesslichen Ausblick auf diese lichtervolle Stadt.

Fotos: Jasmin Roth

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