Philippe Bonvin (agence Discovery Crans-Montana), Marie Baudevin (Kuoni Vevey), Katharina Eggenschwiler (asia365 Zurich), Amandine Saint-Bernard (Kuoni Nyon), Florence Bersier (Kuoni Payerne), Rachel Ryser (Kuoni Neuchâtel), Céline Lacroix (Kuoni Genève Rive) und Sarah Scheurer (Kuoni Genève Blandonnet) - wir entdecken als «Southern Sojourn»-Gruppe kulturelle Highlights aus Indien. 
 

Erlebnisse vom 5. Mai

Heute morgen hat uns Chennai eine neue Welt eröffnet. Vasuki, unser Reiseführer, zeigt uns diese Stadt der tausend Farben und Sinneseindrücke. Der Lärm der Autos und die endlose Huperei sind für uns zunächst eine Überraschung, als wir aus dem Bus aussteigen, doch dieser erste Eindruck wird sofort von etwas ganz anderem abgelöst: faszinierende Düfte der einen oder eben auch anderen Art ... Mannigfaltige Blumendüfte, der Duft von feinem Essen ... aber auch der Gestank aus Abfallkübeln gleich neben den Marktständen. Es ist sooo heiss hier! Kleine Kinder kommen auf uns zu, fassen uns an, wohl damit wir ihnen einige Rupien geben. Aber wir geben ihrer Beharrlichkeit nicht nach. Hm, vielleicht sollten wir ihnen doch ein bisschen Kleingeld geben? 

Ein krasser Gegensatz dann unser weiteres Tagesprogramm: Im Hotel Vivanta by Taj – Fisherman's Cove, einem kleinen 5-Sterne-Paradies direkt am Strand des Indischen Ozeans, werden wir herzlich begrüsst. Auch unsere Geschmacksknospen werden vom Küchenchef verwöhnt: Thali, Naan, Lassi ... alles sehr, sehr fein! 

Erlebnisse vom 6. Mai

Ein Gott, zwei Götter, drei Götter ... zehn Götter ... wie viele davon werden in diesem Land eigentlich verehrt? Als wir uns für diese Reise anmeldeten, wussten wir, dass Indien das Land der Gottheiten und der Tempel ist. Aber wir hätten uns nie vorstellen können, dass der Alltag der tamilischen Bevölkerung dermassen spirituell geprägt ist. Heute hat uns unser Programm bis in die heilige Stadt von Kanchipuram geführt; eine knapp zweistündige Autofahrt von Mahabalipuram ins Landesinnere. Auf dieser Route fährt man an zahlreichen Feldern vorbei, die von den Bauern noch ohne Traktoren bewirtschaftet werden. Die Landbevölkerung lebt einfach und ... glücklich. 

So sind wir also an dem Ort angekommen, den wir erleben und verstehen wollten: im ursprünglichen Indien. Der Tempel von Ekambareshwara wurde im zwölften Jahrhundert durch die Sholas erbaut. Seine Eingangspforte ist fast höher und majestätischer als der Tempel selbst und liegt in der Stadtmitte. Hunderte von Pilgern, die zu Fuss und in Bussen von überallher kommen, gehen täglich durch sie hindurch. Schliesslich erkunden wir das Innere des Tempels mit seinen 108 Granitsäulen, welche die verschiedenen Gottheiten darstellen. Wissen Sie, wer der Sohn von Shiva ist? Und warum sein Sohn einen Elefantenkopf erhielt? Wir wissen es nun! In nur ein paar Stunden sind wir richtige Hinduismus-Experten geworden. Und glauben Sie uns, so einfach war das nicht.

Erlebnisse vom 7. Mai

Ein kleines Paradies! Ja, so kann man es wohl nennen. Was meinen Sie, was das wohl sein wird? 

Heute ist der dritte Tag unserer Rundreise, und er führt uns nach Puducherry. Ein paar Kilometer vor unserer Ankunft an diesem ehemaligen französischen Handelsstützpunkt halten wir zum Mittagessen in der Ecolodge Dune inmitten der Natur. Und schon sind wir angekommen im Paradies! Es gibt keine Klimaanlage, das Restaurant ist zu den Gärten hin offen, nur die Ventilatoren bieten ein wenig Erfrischung an diesem feucht-heissen Tag (am Morgen bereits 85% Luftfeuchtigkeit). Das Hotel liegt inmitten 15 Hektar grosser Gärten voller Blumen und Bäume gleich hinter der Küstenlinie. Die Besitzer, Monsieur und Madame Klein, ein französisches Ehepaar, das seit 1998 in Indien lebt, bewirtschaften die Lodge auf intelligente Weise. Alles wird wiederverwertet! Das gefilterte und dynamisierte Wasser steht im Dune jedem frei zur Verfügung, sodass kein Plastikmüll durch Einwegflaschen entsteht. Obst und Gemüse stammen aus Ökoanbau, der Käse vom Bauernhof und selbst der Kaffee (ein sehr hochwertiger Arabica) kommt aus der familieneigenen Plantage in Kerala. Jeder der 52 Bungalows ist ein eigenes Kunstwerk, entworfen und gestaltet von Architekten und Künstlern. Selbst Charlotte Gainsbourg ist von diesem Ort begeistert. Wir sind entzückt von der Gastfreundschaft, der Gastronomie und dem Ambiente. Gerne wären wir noch ein paar Stunden geblieben, oder vielleicht einen ganzen Tag, um uns im Spa mit Watsu, einer besonderen Wellness-Behandlung, verwöhnen zu lassen! 

Erlebnisse vom 8. Mai

Die Stadt, die uns an diesem Abend empfängt, gleicht keiner anderen auf unserer Reise. Zweieinhalb Stunden Fahrt ab Mavara waren notwendig, um hierher zu gelangen. Aber es hat sich gelohnt. Obwohl wir todmüde sind und die Hitze fast nicht ertragen, machen wir uns auf den Weg, die Stadt zu entdecken — Schritt für Schritt, Strasse für Strasse ... Sie verströmt eine sehnsuchtsvolle Atmosphäre, die an die Karibik erinnert. Willkommen in Pondicherry! An diesem ehemaligen indischen Handelsstützpunkt, den die Franzosen einst von den Engländern eroberten, zeugen noch viele Relikte und Bauwerke von der Kolonialzeit. Wir lassen uns im Palast von Mahé nieder, ein zum Hotel umgebautes historisches Gebäude. Unsere Zimmer sind geräumig, und das Schwimmbad in der Mitte erinnert uns an alte kubanische Häuser mit ihren Innenhöfen. Als wir den Aschram von Sri Aurobindo betreten, verstehen wir die Aura dieser Stadt. Männer und Frauen finden sich hier ein, um zu meditieren und diesen charismatischen Mann zu ehren. Schweigen ist Gold an diesem Ort. Unsere Stadtbesichtigung setzen wir mit Velotaxis fort, deren «Chauffeure» uns erwarten, um uns das französische Viertel von Pondicherry zu zeigen, was zu Fuss kaum machbar ist. Die Häuser, die Gärten und die ehemaligen Verwaltungsgebäude sind wunderschön. Wussten Sie, dass die Stadt noch 16'000 Einwohner zählt, die Französisch sprechen? Eine kleine Erinnerung an eine lange vergessene Zeit, die man sich hier noch gut vorstellen kann, denn die Zeit scheint in «Pondy» stillzustehen. Einmalig in Indien: Die Strassen am Meer werden ab 17 Uhr zur Fussgängerzone und der Strandbezirk erwacht zum Leben!

Erlebnisse vom 9. Mai

Am fünften und letzten Tag unserer Rundreise in Südindien möchten wir Sie mit der besonderen Küche dieser Region vertraut machen. Wenn Sie den Norden Indiens bereits kennen, wird die Küche des Südens Sie überraschen. 

Unser kulinarischer Streifzug beginnt mit der Zubereitung eines Reispfannkuchens (Dosa genannt) im Hotel Radisson in Mahabalipuram. Es handelt sich hierbei um ein Grundnahrungsmittel der Einwohner von Tamil Nadu. Man nimmt ein paar weisse Linsen, ein paar Kichererbsen und etwas Reismehl, um daraus eine feine Crêpe zu backen, die man mit Tomatenchutney, Koriander und Kokos serviert. Ganz einfach köstlich! Bei den Chutneys ist allerdings Vorsicht geboten, denn sie sind in der Regel sehr scharf. 

Das war aber nur die Vorspeise... Jetzt kommen wir zu einem der Hauptgerichte, wobei es eigentlich gleich mehrere sind: die Thalis, die oft auf einer in mehrere Fächer unterteilten Metallplatte serviert werden, die mit Reis, Dal (Hülsenfrüchten), einem oder mehreren Gemüsecurrys (Brajis), einem Hühner- oder Fischcurry sowie indischem Brot (Roti oder Chapati) gefüllt werden. Von all dem kann sich dann jeder nehmen, soviel er mag. Manchmal gibt es noch Joghurt und verschiedene Saucen dazu. Doch glauben Sie uns, wenn Sie von allem gekostet haben, dann haben Sie ganz bestimmt keinen Platz mehr für einen Nachschlag! Das beste Thalis, das wir probiert haben, war ganz sicher das im Restaurant Taj Coramandel in Chennai, das bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat. Der Teller gleicht einem Regenbogen, und nicht nur die Augen, sondern auch die Geschmacksnerven entdecken jede Menge Neues – ein wahres Geschmacksfeuerwerk. 

Dazu gibt es (falls Sie noch hungrig sind) verschiedene Brotsorten wie Naan, Dosa und Papadam, die am besten noch warm und von Hand gegessen werden. Das einzige, was die verschiedenen Sorten gemeinsam haben, ist übrigens, dass sie rund und relativ flach sind. Naja, und dann wartet ja auch noch das Dessert... Wenn Sie weder Reis noch Gewürze mögen, sollten Sie sich allerdings ein anderes Ziel aussuchen, falls das noch möglich ist! 

Unsere Rundreise durch die Region Tamil Nadu geht nun zu Ende. Wir möchten insbesondere unseren Sponsoren danken, die uns diese wunderbare Reise ermöglicht haben! Vielen Dank an die Lufthansa Group, Allianz und Sita. 

Kuoni Reiseberatung

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit einem unserer Reise-Experten in einem Reisebüro in Ihrer Nähe, damit Sie noch mehr erfahren zu Ihrem bevorzugten Hotel. Mit der Hilfe unserer Experten finden Sie die Reise, die am besten zu Ihnen passt.

Beratungstermin vereinbaren