Hong Kong

Eine Stadt zwischen Tradition und Moderne, in der man sich (wortwörtlich) verlieren kann

Marketing Manager

Nadia Peter

Für ihre ersten Ferien im Alter von sechs Monaten reiste Nadia schon weit – bis in die Schweiz, denn damals lebte sie noch in Taiwan. Die Marketing Managerin der DER Touristik Suisse studierte Kommunikation an der Hochschule für Wirtschaft Zürich und arbeitete unter anderem in einer Werbeagentur. Aufgrund ihrer Begeisterungsfähigkeit ist sie überall in der Stadt Zürich, mit ihrer Kamera, zu Hause beim Kochen, jassen oder mit Freunden und Familie, oder auch in der Natur anzutreffen.

“Sie haben uns überzeugt – in 4 Tagen fliegen Sie nach Hong Kong!” – bis ich diesen Worten wirklich Glauben schenken konnte, sass ich bereits in der Boeing 777 von Austrian Airlines und probierte die verschiedensten Funktionen meines Sitzes in der Business Class: mit einem Glas Prosecco in der einen Hand und der Fernbedienung in der anderen, änderte ich meine Sitzposition und konnte mein Lachen kaum verkneifen, als ich flach auf dem Rücken lag. Zurück in der Sitzposition testete ich gleich noch die Massage-Funktion und teilte anschliessend meine Menüwahl mit. Das Essen, darunter viele Köstlichkeiten aus Österreich, schmeckte vorzüglich. Dank des exzellenten Services, des Komforts, aber auch des Board-Entertainment-Systems verflog die Zeit schliesslich wie im Flug.

In der chinesischen Metropole angekommen, nahmen wir den Zug, der uns innert 24 Minuten nach Kowloon, der Halbinsel Hong Kongs, beförderte. Dort angekommen, standen ein Dutzend Shuttle Busse bereit, die kostenlos in die verschiedenen Hotels fuhren. Das Hotel ICON entzückte mit seinem edel-modernen Design, dem Aussenpool mit Blick auf das Meer und der dahinterstehenden Skyline sowie dem grosszügigen und interkontinentalen Frühstücksbuffet.

Nachdem wir das Zimmer bezogen und uns frisch gemacht hatten, schlenderten wir los in Richtung Downtown. Die Strassen Hong Kongs sind von Menschen unterschiedlichster Nationen überfüllt, tausende von heruntergekommenen, aber auch modernen Hochhäusern ragen zum Boden heraus – dann immer wieder eine Baustelle, Strassenstände mit Gemüse, Fleisch und Fisch, aber auch Fake-Luxustaschen. Schnell merkten wir: trotz unseres Handy Navigators verloren wir immer wieder die Orientierung.

Was in Kowloon sicherlich aufregend ist, ist der Stadtteil Mongkok. Dieses zentral gelegene Viertel gehört zu den dichtest besiedelten Flecken der Welt und hat praktisch auf allen Hauptstrassen etwas zu bieten: von lokalen Essensstände mit z.B. Stinky Tofu, Maltose Crackers oder Put Chai Ko Pudding, über Sport- und Elektronikgeschäfte bis hin zu Strassenmärkte. Zu den sehenswertesten gehören sicherlich der Temple Street Night Market, der Ladies- und parallel davon der Sneakers Market oder auch der Jademarket. Ob man dort etwas findet oder lediglich durch die Gassen schlendert und die Leute beim Feilschen beobachtet, bleibt jedem selbst überlassen.

Nimmt man ab Victoria Harbour die rund 100 Jahre alte und von den Touristen sehr geschätzte “Star Ferry”, erreicht man Hong Kong Island innert wenigen Minuten. Hier spürt man sofort, dass sich dieser Stadtteil insofern von Kowloon unterscheidet, dass die Hochhäuser moderner sind, es eine grosse Anzahl von sehr gepflegten Parks hat und hier viele Expats leben. Es scheint, als hätte es an jeder Ecke ein Restaurant oder eine Bar und fast ausschliesslich Designer- oder Antiquitätenware.

Trotz Regen und der eher kühlen Temperatur, erkundeten wir auch auf Hong Kong Island die Gegend vorerst zu Fuss. Einer unserer ersten Stopps war der im Jahre 1847 erbaute Man Mo Temple, der nebst eines Gebetshauses auch eine Art Gerichtshof für die Locals war, zur Zeit als der Konflikt zwischen den Einheimischen und Kolonialisten bestand. Der taoistische Tempel ist klein und dennoch sehenswert, gehört er doch zu den wenigen Tempeln auf Hong Kong. Hier fragte ich einen Tempelaufseher, was die roten Papiere mit den chinesischen Schriftzeichen, die an den vielen Laternen hängen, bedeuten. Dieser antwortete in seinem gebrochenen Englisch, dass man gegen Bezahlung von umgerechnet Fr. 5.40.- seinen Wunsch auf das Papier niederschreiben kann. Zurzeit seien sie aber „fully booked“ und ich könne mir daher nichts mehr wünschen.

Zurück auf der Strasse, suchten wir erstmals vergebens nach einem leeren Taxi. Bei denjenigen Taxis, die bereits am Strassenrand standen, wurden wir von den Taxifahrern mit einer Handbewegung weggewinkt, die uns zu verstehen gab, dass wir sie nicht ansprechen sollen. Kurze Zeit später hielt dann aber doch noch ein Taxifahrer, der uns freudig signalisierte, dass wir bei ihm einsteigen durften. Die Fahrt an die Tramstelle des Victoria Peaks dauerte aufgrund des Verkehrs lange. Zwischendurch versuchten sowohl der Taxifahrer als auch ich eine kleine Konversation zu führen. Doch seine Englisch Kenntnisse waren hierfür – wie bei der Mehrheit der Einheimischen – nicht ausreichend und das Mandarin Chinesisch, das er behauptete sprechen zu können, verstand ich dann trotz meiner sehr guten Kenntnisse doch nicht.

Der Victoria Peak mit seinem atemberaubenden Panorama auf die Stadt muss ein wahres Highlight sein: jeder, der einmal in Hong Kong war, schwärmt von diesem Aussichtspunkt. Mit der Hoffnung, dass der Nebel bald schwindet, stiegen wir am Fusse des Hügels in das historische Tram, das uns auf den Peak brachte. Leider war, ausser des Nebelmeers, nichts zu erkennen. Etwas enttäuscht, aber doch belustigt über das schlechte Wetterverhältnis, kehrten wir in die Stadt zurück. Wir entschieden uns, noch etwas durch den Hong Kong Park zu spazieren, was wirklich sehr schön war. Von hier aus konnte man zwischen den Pflanzen und Bäumen die Skyline betrachten. Ein paar Meter weiter besuchten wir schliesslich noch das „Flagstaff House Museum of Tea Ware“, das uns die Geschichte der Tee-Trink-Kultur näherbrachte und viele auserlesene Teekannen und –tassen demonstrierte.

Mit dem schmalen, aber fabelhaften „Ding Ding Tram“ fuhren wir anschliessend noch ein paar Stationen und stiegen danach auf die berühmte Rolltreppe mit dem Namen „Central-Mid-Levels Escalator“. Diese ist mit seinen 800 Metern die längste überdachte Rolltreppe der Welt und verbindet auf 135 Höhenmeter zwei Stadtteile.

Was das Essen in Hong Kong anbelangt – oh da hätte ich vermutlich noch lange dort bleiben können! Die Vielfalt an Essensmöglichkeiten ist nämlich riesig, auch schien es mir, dass sämtliche Nationen in den Küchen Hong Kongs vertreten waren. Was mir aber besonders gefallen hatte, war das Restaurant „YUM CHA“ in Tsim Sha Tsui mit seinen aussergewöhnlich herzigen Dim Sums. Ein weiteres empfehlenswertes, aber sehr einfaches und authentisches Restaurant ist das Kau Kee, das für seine Noodle Soups bekannt ist. Hier gab es ausser uns keine Personen aus dem Westen und die Mahlzeit schmeckte köstlich.

Alles in allem kann gesagt werden, dass Hong Kong den Titel „Weltstadt“ verdient hat. Die Metropole bietet seinen Bewohnern und Touristen überaus viel; sei es an Shopping-, Sightseeing-, Hiking- oder auch kulturellen Angebote. Wer also ein abwechslungsreiches Programm, eine überaus lebendige Stadt und hervorragendes Essen schätzt, ist in Hong Kong goldrichtig.

Dieser Artikel entstand aufgrund des «Flying Reporter» Wettbewerbs von Travelnews und Austrian Airlines.

Text & Bilder: Nadia Peter

Erstveröffentlichung: 19. Juni 2018

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