• Laos - Einheimischer

 

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Laos

Kommt Zeit, kommt Rat

Destination

«Bo pen njang»: Das macht nichts — wenn nicht heute, dann eben morgen. Zeit und Harmonie ausgedrückt in Sanftmut und Lächeln ist der oberste Grundsatz im Alltagsleben der Laoten.

Modernität ist in Laos ein relativer Begriff. Die spezielle Atmosphäre der Lane-Xang-Kultur erlebt man selbst in der modernsten Metropole von Laos, in Vientiane. Sie gilt im Vergleich zu Bangkok oder Phnom Penh noch immer als verschlafenes Städtchen. Auch die Ruhe der Kulturhauptstadt Luang Prabang ist ungebrochen: Nur ab und zu ist ein dumpfer Schlag des Gongs oder das klatschende Geräusch nackter Fusssohlen der Mönche vernehmbar. Ein nach wie vor ungelöstes Rätsel stellen die Steinbehälter in der Ebene der Tonkrüge dar. Wer hat sie hierher gebracht?

Hauptstadt

Vientiane

Einwohner

6'834'942 (Stand Juli 2009)

Fläche

236'800 km2

Zeitverschiebung

MEZ + 6 Std.

Sprachen

Amtssprache ist Lao, Französisch und Englisch sind verbreitet und als Handelssprachen gebräuchlich. Daneben existiert eine Vielzahl kleiner ethnischer Sprachen, die sich in vier Sprachgruppen unterteilen:

Die Kam-Tai Sprachen, zu denen auch die offizielle Amtssprache gehört.
Die Mon-Khmer Sprachen, die ältesten und am weitesten verbreiteten Sprachen in Laos. Viele dieser Sprachen sind vom Aussterben bedroht.

Die Miao-Yao Sprachwen, die von Migranten aus Südchina vor rund 200 Jahren eingeführt wurden.

Die Tibeto-Birmanischen Sprachen, die durch Einwanderer aus Burma (Myanmar) ins Land gekommen sind.

Währung

Kip (USD und Thai Baht sind gängige Zahlungsmittel)

Kultur

Musik und Theater spielen in der laotischen Kultur eine wichtige Rolle. Das bedeutenste traditionelle Instrument ist die Khene, eine Art Mundorgel aus Bambusrohren. Es existieren verschiedene Formen und Grössen, von Kinderlänge bis zu zwei Meter langen Rohren und von sechs bis 18 Pfeifen. Ein Meister der Khene heisst in Laos «mo khene» und muss für jedes Lied mindestens 18 Variationen kennen. Die Khene wird sowohl als Soloinstrument als auch in Ensembles und als Begleitung für den traditionellen Gesang «lam» eingesetzt. Ursprünglich handelte es sich dabei stets um improvisierten Gesang, in seiner modernen Spielart ist er aber inzwischen meist durchkomponiert. Diese Musik spielt vor allem bei Festlichkeiten eine zentrale Rolle.

Sicherheit

Aktuelle Informationen unter www.eda.admin.ch

Pass und Visa Informationen

Für Aufenthalte von maximal 14 Tagen brauchen Schweizer Bürger seit September 2009 kein Visum mehr für Laos. Für längere Aufenthalte ist ein Touristenvisum nötig, das Sie am einfachsten direkt bei der Einreise lösen können. Dieses Visum ist für 30 Tage gültig, kann danach aber verlängert werden. Für ein Visum sind ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass und ein Passfoto nötig. Je nach aktuellem Kurs kostet ein Visum ca. 35 US-Dollar. Bei der Einreise muss, ählich wie bei der Einreise nach Thailand, eine Einreisekarte ausgefüllt werden, auch diese erhalten Sie vor Ort.

Souvenirs

Kunsthandwerk

Aktivitäten

Culture, Nature & Quietness, History & Tradition, Wildlife, Safari, Hiking, Outdoor / Adventure

Gut zu wissen

Rund 25 Kilometer nördlich der Stadt Luang Prabang befinden sich die Pak Ou Höhlen. In derem Inneren liegen rund 4000 Buddhastatuen verborgen. Früher lebten auch buddhistische Mönche in den Höhlen und die Menschen in Luang Prabang glauben, dass zahlreiche gute Geister die Berge bewohnen.

Klima

In Laos herrscht tropisches Klima. Die Temperaturen sind generell hoch, wobei es durch die grossen Höhenunterschiede, starke regionale Schwankungen gibt. Das Klima wird primär von den Monsunen beeinflusst.

Von Mai bis Oktober herrscht der Südwestmonsun vor, der starke Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit mit sich bringt.

Zwischen November und Februar ist der Nordostmonsun dominant und das Klima kühler und trockener.

Im März und April herrscht feucht-heisses Klima vor.

Fauna und Flora

Laos besitzt eines der unberührtesten Ökosysteme Südostasiens. Berge und Hochplateaus machen über siebzig Prozent der Bodenfläche aus. Rund zwei Drittel der Bodenfläche sind bewaldet, und nur zehn Prozent des Bodens eignen sich für den landwirtschaftlichen Anbau. Die meisten Menschen leben in den fruchtbaren Flusstälern des Mekong. Rund acht Prozent der Wälder werden gar als Urwald eingestuft. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Arten, die im Monsunwald gedeihen, wie das tropische Edelholz Teak, hochwertiges asiatisches Rosenholz und Bambus, sowie aus Regenwaldarten wie Rattan, ein Produkt der Rotangpalme. Diese begehrten Tropenhölzer werden vorwiegend für die Herstellung von Möbeln und Korbwaren verwendet. Schliesslich werden aus dem Wald auch Gewürze wie Kardamom und gefragte Baumharze gewonnen.

Sommer oder Winterdestination?

Sommer, Winter

Ländervorwahl

00856

Elektrizität

230 Volt

Gesundheit und Schutzimpfung

Aktuelle Informationen unter www.safetravel.ch

Geschichte

1954 gibt Frankreich an der Indochinakonferenz in Genf sämtliche Ansprüche auf und Laos wird zum vollständig souveränen Staat. Während des Vietnamkriegs ist Laos offiziell neutral. Da aber der «Ho-Chi-Minh-Pfad» des Vietcong über weite Strecken auf laotischem Boden verläuft, bombardieren die USA das Land massiv. Mit 2,5 Tonnen Sprengsätzen pro Einwohner gehört Laos sogar zu den am schwersten bombardierten Ländern er Welt. Nach dem Vietnamkrieg erlangen die Kommunisten in einer relativ unumkämpften Revolution die Macht. Ab 1986 leitet die Regierung eine schrittweise Öffnung des Landes ein. Es erfolgt der Wechsel von Plan- zu Marktwirtschaft, 1991 wird die erste Verfassung unter kommunistischer Herrschaft verabschiedet und 1997 tritt Laos dem südostasiatischen Wirtschafts- und Politikverband ASEAN bei.

Nebenkosten

Laos ist, wie der ganze Südostasiatische Raum, im Vergleich mit Europa enorm günstig. Je nachdem sind die Preise mit den Nachbarländern Thailand, Kambodscha oder Vietnam vergleichbar. Verkehrsmittel sind auf Grund des relativ beschränkten Angebots vergleichsweise teuer, Unterkünfte dagegen eher billiger als in den Nachbarländern. Stadt-Land-Unterschiede sind überall vorhanden. Eine Mahlzeit ist für 2 bis 6 Franken erhältlich.

In den Städten sind US-Dollar und thailändische Baht verbreitet und können meist problemlos in Kip gewechselt werden. In ländlichen Regionen sind dagegen fast nur Barzahlungen in Kip möglich. Der Rücktausch von Kip in US-Dollar oder Baht kann problematisch und teuer sein.

Trinkgeld: 15%

Lokale Gerichte

Hauptelemente der laotischen Küche sind Klebreis und Fisch aus dem Mekong. Sie ist in ihrer Art der thailändischen und vietnamesischen Küche verwandt und in den grösseren Städten auch französisch beeinflusst. Eine normale Mahlzeit besteht aus Reis, meist Suppe, Gemüse und Fisch oder Fleisch sowie scharfer Würzsauce.

Als Nationalgericht gilt Laap, ein Salat aus mariniertem Fleisch oder Fisch, Gemüse, Kräutern und Gewürzen.

Weitere typische Gerichte sind:

• Tam Mak Hung: Grüner Papaya-Salat

• Ua No Mai: Gefüllte Bambusschoten

• Or Lam Nok Kho: Gekochte Wachteln

• Keng Tom Yum Pa Kho: Fischsuppe mit Zitronengras

• Or Lam Sin Kuay: Gericht aus jungem Wasserbüffel

• Sai Ua Moo: Wurst aus Schweinefleisch

• Khao Poon Nam Phik: Reis mit Chili-Sauce

Hinweis Überprüfen Sie bei Geldwechseln stets alle Banknoten auf Risse oder andere Schäden. Solche Noten werden nirgends als Zahlungsmittel akzeptiert, meist auch nicht bei der Bank, wo Sie die Noten erhalten haben.

Klimainformationen für diese Region

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