Äthiopien — griechisch «Das sonnengebräunte Gesicht» — hat eine uralte Geschichte und nationale Identität, die es von den anderen afrikanischen Staaten abhebt.
Äthiopien ist neben Lesotho das am höchsten gelegene Land des Kontinents: 50 % seiner Fläche liegen höher als 1200 Meter, mehr als 25 % über 1.800 Meter, über 5 % erreichen noch Höhen über 3.500 Meter. Dennoch hat der größte Teil des Hochlands Mittelgebirgscharakter. Hier herrscht gemäßigtes Klima vor. Die Hochlandsränder und die Einschnitte der Flüsse (Nil, Omo, Takaze) sind sehr steil ausgebildet. In Äthiopien gibt es 9 Nationalparks. Das Schutzgebietssystem wird durch etwa 100 weitere nationale Schutzgebiete mit unterschiedlichem Schutzstatus ergänzt. Der Simien-Nationalpark gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat. Die Bevölkerung setzt sich aus ungefähr 80 ethnischen Gruppen zusammen, die zwischen mehreren Millionen und nur wenigen Hundert Menschen umfassen können. Obwohl geographisch dem südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in seiner historischen und kulturellen Entwicklung stark von Einflüssen aus dem Nahen Osten geprägt. Mit der Ausnahme einer kurzen Italienischen Besetzungszeit von 1936-41 konnte sich das Land als einziges in Afrika dem Kolonialismus entziehen.