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Allure of the Seas - ultimative Wow-Momente auf hoher See

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Reisebericht: Ultimative Wow-Momente auf hoher See

Reisebericht von Franz Neumeier

Wie zu Silvester am New Yorker Time Square drängen sich am letzten Abend der Kreuzfahrt die Passagiere der Allure of the Seas in der mehrere Decks hohen Royal Promenade, um einen Blick auf die Akrobaten, Stelzenläufer und Clowns der Parade zu erhaschen und die grosse Abschiedsparty mitzufeiern. Wo kommen plötzlich die vielen Menschen her? Erst jetzt fällt uns auf, dass wir während der Reise die fast 6000 Passagiere kaum wahrgenommen haben, die mit uns an Bord waren. Nie Gedränge am Buffet, kaum Wartezeiten beim Landgang, immer ein paar freie Liegen am Pool, sogar im Schatten.

Die Allure of the Seas gleicht einem schwimmenden Ferien-Ressort mit beispiellosem Unterhaltungsprogramm auf Las Vegas-Niveau, vom Musical-Theater über eine glamouröse Eis-Revue bis hin zur hippen Jazz-Kneipe und einem Comedy Club mit regelrecht familiärer Atmosphäre. Sie hat mit insgesamt 16 Restaurants und 19 Bars die Vielfalt einer kleinen Stadt und überrascht mit faszinierenden Besonderheiten. Wer erwartet auf einem Kreuzfahrtschiff schliesslich eine blühende Parkanlage mit Tausenden echter Pflanzen und Bäume? Eine Bar, die auf einem Wasserstrahl von einem Deck zum nächsten zu schweben scheint? Ein Jahrmarkt-Karussell mit nostalgischer Drehorgel-Musik? Eine Wasserfontänen Show? Und hoch über den Köpfen der Passagiere verläuft über dem Boardwalk am Heck des Schiffs eine «Zipline» – ein Stahlseil, an dem sich mutige Gäste seilbahnartig von einer Seite zur anderen schwingen.

Auch fünf Jahre nach der Indienststellung des ersten Schiffs dieser Schiffsklasse macht keine andere Reederei den beiden Schwestern den Titel der grössten Kreuzfahrtschiffe der Welt streitig. Ihre Architektur mit zwei seitlichen Wohnblöcken, zwei zum Himmel hin offenen Innenhöfen sowie die enorme Breite von 64 Metern ist einzigartig. Passagiere, die das Schiff zum ersten Mal betreten, bleiben mit offenem Mund stehen und staunen. Royal Caribbean nennt das mit einer guten Portion Stolz den «Wow»-Effekt.

Magisch zieht uns vor allem der Central Park an. Mit einem Buch auf einer der Parkbänke zwischen sich im sanftem Wind wiegenden Bäumen und dem Blütenmeer der Bougainvillea zu sitzen oder in der Abendsonne ein Dinner unter freiem Himmel beim Italiener zu geniessen, erinnert mehr an den Marktplatz eines italienischen Dorfes als an ein Kreuzfahrtschiff. Längst mehr als ein kulinarischer Geheimtipp ist unter den Passagieren auch das Roastbeef-Sandwich, das es hier im Park Café gibt. Auf der Allure of the Seas fällt es leicht, stundenlang zu vergessen, dass man sich auf einem Schiff befindet. Wer die Weite des Ozeans, den Blick zum Horizont und romantische Sonnenuntergänge schätzt, kommt auf der Allure trotzdem auf seine Kosten. Pool- und Sports-Deck bieten einen ebenso grandiosen Meerblick wie der ruhige Erwachsenenbereich namens «Solarium» ganz vorne oben am Schiff, die beiden grossen, über die Bordwand hinausragenden Infinit Whirlpools, das Windjammer Buffetrestaurant oder die umlaufende Joggingbahn auf Deck 5. Und wer ein paar relativ versteckte Plätze an Bord kennt, geniesst das Rauschen des Meeres und das Glitzern der Sonne auf den Wellen sogar ganz für sich alleine. Am eigentlich turbulenten Boardwalk am Heck des Schiffs verbergen sich beispielsweise seitlich der beiden Kletterwände zwei frei zugängliche Balkone mit Liegestühlen. Einmal um die Ecke gebogen geniesst man hier meist ganz allein die Stille und das Meer. Zwei Decks tiefer gibt es einen ähnlich schönen Ort mit Blick ins Kielwasser am Rand der Joggingbahn – bei Sonnenuntergang ist die Stimmung hier besonders romantisch.

Bleibt bei einem so grossen Angebot und bei so vielen faszinierenden Plätzen an Bord noch Zeit für Landgänge? Tatsächlich ist die Allure of the Seas ein Erlebnis für sich. Dennoch macht eine richtige Kreuzfahrt natürlich auch aus, ganz bequem von Hafen zu Hafen zu fahren und jeden Tag eine neue Stadt, eine neue Insel zu entdecken. Für eine Reise an Bord der Allure of the Seas sollte man sich nicht zu viel vornehmen. Das schier unbegrenzte Angebot an Unterhaltung und Aktivitäten schafft man in einer Woche selbst dann nicht, wenn man pausenlos aktiv ist. Stattdessen gönnt man sich lieber den Luxus, einmal ganz wählerisch zu sein und sich nur die Rosinen, die persönlichen Highlights herauszupicken. Richtig Spass macht die Allure of the Seas, wenn man abseits der grossen Attraktionen ein wenig die Augen offen hält für die vielen, liebenswerten Kleinigkeiten, die sich überall verstecken. Da findet man beispielsweise im Central Park ein paar Gartenzwerge zwischen den Pflanzen. Hinter einer Laterne nahe des Promenade Cafés versteckt sich die bronzene Figur eines kleinen Jungen. Und an vielen Stellen stehen so genannte «Little Wonders». Das sind kleine Säulen mit Gucklöchern, durch die man alle möglichen Dinge wie unter einem Mikroskop entdeckt – einfach nur so zum Spass haben im Vorbeigehen. So aussergewöhnlich die Allure of the Seas ist, so hat sie doch immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen. Die schiere Grösse des Kreuzfahrtschiffs, die grosse Passagierzahl verleitet zur Furcht, an Bord eine unpersönliche Nummer zu sein und im Sog einer Massenabfertigung zu stehen. Wer allerdings einmal an Bord ist, merkt ganz schnell: Auf kaum einem Schiff dieser Preisklasse hat man so viel Platz und geniesst einen so individuellen Service wie auf der Allure of the Seas.

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