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Naturschätze in Westkanada & Alaska: 16-tägige begleitete Land- und Seereise ab/bis Schweiz.

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Reisebericht: Naturschätze in Westkanada & Alaska

Ein Potpourri an Eindrücken erwartet mich auf dieser Land- und Seereise in die unberührte Wildnis auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die Vorfreude auf diese verlockenden Aussichten ist bereits auf dem elf stündigen Direktflug mit Edelweiss Air nach Vancouver spürbar. Die Reisezeit wird durch das abwechslungsreiche Filmprogramm verkürzt; umgeben von bestem Reisekomfort und charmanter Schweizer Gastfreundschaft erlebe ich unbeschwerte Stunden über den Wolken. Vancouver – die selbstbewusste Perle am Pazifik empfängt mich mit Sonnenschein und milden Temperaturen – und zählt zur den attraktivsten Städten unter Weltenbummlern.

Mit glitzernden Glastürmen im Süden, dem saftigen Grün des Stanley Parks oder der malerisch historischen Gastown verzaubert die Stadt ihre Gäste. Die mystischen Steinskulpturen an der English Bay beflügeln meine Fantasie. Die zweitgrösste chinesische Siedlung Nordamerikas ist in Vancouver zu Hause. Chinesische Schriftzeichen und exotischen Delikatessen verleihen dem Bummel durch das Quartier einen exotischen Hauch. Ein Geschäft bietet Seide feil, und ich lasse mir durch flinke Schneiderhände ein adrettes Kleidungsstück massschneidern. Diesen erlebnisreichen Tag runde ich am Abend mit einem gegrillten Pazifiklachs ab.

Am nächsten Tag eröffnet sich beim Blick durch das Flugzeugfenster eine im Sonnenlicht glitzernde Schnee- und imposante Bergwelt zwischen British Columbia und Anchorage. Die einzige Grossstadt Alaskas ist eine aufstrebende Handelsmetropole mit Pioniercharakter, deren Siedlungsgründung auf den Goldfunden in Fairbanks und dem Bau der Bahnlinie beruht. Das Anchorage Museum dokumentiert den kulturellen Einblick in die Geschichte und Kunstwerke der Ureinwohner Alaskas, während das Alaska Public Land Information Center über die Naturparks sowie Fauna und Flora informiert. Bevor der Ruf der Wildnis lockt, geniesse ich ein geselliges Nachtessen im Restaurant und anschliessend den Tiefschlaf im Stadthotel.

Dampfender Blaubeerpfannkuchen und starker Kaffee sind die Muntermacher für einen langen Sommertag auf dem Weg in den Denali Nationalpark. Plötzlich verlangsamt der Luxuszug sein Tempo, und ich sehe den Mt. McKinley in der Glaskuppel des Waggons auftauchen – was für ein Glück, dass das Wetter mitspielt! Ich kann einen ersten Blick auf diesen 6194 Meter hohen steinernen Koloss erhaschen, der von 24’281 km² Wildnis umgeben ist, und dessen Spitze die Wolken zu kratzen scheint. Vor den Toren des Denali Nationalparks werde ich mich nun die nächsten drei Tage aufhalten und im rustikalen McKinley Chalet Resort logieren. Im geräumigen Zimmer mit Blick auf den Fluss bemerke ich, wie ruhig es hier ist – einfach fantastisch.

Am nächsten Morgen begrüsst mich die Tourleiterin Nancy für die Tundra-Wildnistour. Der Zugang zum Denali Nationalpark regelt der National Park Service. Ein Englisch sprechender Park Ranger fährt die Gäste mit dem offiziellen Park-Bus auf der einzigen Strasse in den Nationalpark. Sobald Tiere entdeckt werden, wird ein Fotostopp eingelegt. Alaska-Schneeschafe liegen schon bald am Wegrand und versperren dem Bus den Weg; sie haben keine Eile und scheinen die bewundernden Blicke der Gäste zu geniessen. Etwas später erspähe ich mit dem Feldstecher eine Herde Karibu, die durch die rot-gold gefärbte Tundra-Landschaft zieht. Am Rastplatz für das Picknick offenbart der Rundblick eine unendliche Weite. Ich warte gespannt darauf, den Mt. McKinley wolkenfrei zu sehen. Tatsächlich, am Polychrome Pass gewährt dieser majestätische Berg für einen kurzen Moment die Sicht auf einen wolkenfreien Gipfel. Ich versuche, dieses einmalige Bild für mein Fotoalbum festzuhalten, aber der Wind fegt mich beinahe aus dem sicheren Stand. Am übernächsten Morgen fahre ich an Bord des Luxusbusses nach Seward, wo ich die nächste Reise-Etappe an Bord der MS Oosterdam antrete.

Am 1. Tag auf See bestelle ich das Frühstück beim Kabinenservice. Dieses schmeckt mir auf der Veranda und beim Anblick der Szenerie besonders gut. Tiefe Fjorde mit grünen Wäldern weichen langsam sandigfelsigen Inseln. Endlich Bären! Auf einer Sandbank erspähe ich eine Bärenmutter, die ihre zwei Jungbären beim Spiel beobachtet. Es herrscht Stille. Erhaben gleitet das Schiff durch die Fjorde. Die Sonne lässt die Farben der vorbeiziehenden Landschaft intensiver erscheinen. Gegen Mittag eröffnet sich nach der nächsten Bucht ein gigantisches Naturschauspiel: Krachend wirft der glitzernde Gletscher sein Eis ins türkisfarbene Meer. Der Tag in Skagway ist dem Pfad der Klondike-Goldsucher gewidmet. An Bord der Schmalspur-Eisenbahn fahre ich über Haarnadelkurven durch den steilen Anstieg auf den White Pass und geniesse das faszinierende Bergpanorama. Zurück im Ort, verzückt die einstige Goldgräberstadt mit gut erhaltenen Westernfassaden, Saloons und Läden. Die Population der Buckelwale ist in der Region von Juneau heimisch, und auf der Bootstour lassen diese beeindruckenden Säugetiere nicht lange auf sich warten. Der Besuch des Mendenhall Gletschers mit dem Wasserfall ist ein Muss – diese eindrückliche Eis- und Wassermasse liegt direkt vor den Toren der Stadt.

In Ketchikan statte ich der historischen Creek Street mit dem Plankensteg auf Pfählen sowie dem Totem Park einen Besuch ab, bevor das Schiff durch die idyllisch bewaldeten Küsten der Inside Passage dem Endziel Vancouver entgegen fährt. Nach der Ausschiffung setzt der Tagesausflug in den Butchart Gardens auf Vancouver Island dieser Land- und Seereise einen blühenden Schlusspunkt.

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