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Reisebericht: Expeditionsreise Bali – Taipeh

Entdeckungsreise entlegener Reiseziele in Südostasien

Silver Discoverer vom 24.5.-9.6.14, Cornelia Gemperle

1. Tag, 24.05.14, Bali, Indonesien

Am frühen Nachmittag kann ich auf die Silver Discoverer einschiffen. Kann es kaum erwarten an Bord zu gehen und das Schiff zu erkunden. Da ich die Silver Explorer (auch ein kleines Expeditionsschiff von Silversea, mehrheitlich in polaren Gebieten zu Hause) kenne, bin ich gespannt wie sich die Discoverer unterscheidet. Herzlich werde ich von Sonja Gruber der Hoteldirektorin im gewohnten Silversea Standard begrüsst. Die Kabinen sind dann auch schon bezugsbereit und mir bleibt vor der Abfahrt genügend Zeit um auch schon die wenigen Decks abzulaufen und mir eine Orientierung zu verschaffen.

Die Kabine (View Suite) ist hell und modern, leicht maritimer Stil, eingerichtet. Das Schiff wurde übrigens erst gerade diesen Winter im Trockendock renoviert. Die Duschen sind alle neu mit Glas. Das Schiff bietet zudem noch grössere Kabinen auf Deck 6, einige davon sogar mit Balkon und separatem Wohnraum. Das Schiff bietet Platz für max. 120 Passagiere und verfügt über ein schickes Restaurant für das Abendessen sowie die Discoverer Lounge wo Frühstücks- und Mittagsbuffet serviert wird. Auf dem Pooldeck gibt es noch einen Aussengrill wo man an frischer Luft das Frühstück oder Mittagessen einnehmen kann. Es gilt übrigens immer freie Tischzeit und Tischwahl. Weiters gibt es die Explorer Lounge, eine grosse gemütliche Bar wo auch die Briefings und Recaps von den Lektoren stattfinden. Zur Infrastruktur gehören ebenso ein kleiner Fitnessraum, Coiffeur, Wellnessbehandlungen, sowie eine kleine Bibliothek und ein kleiner Kiosk für die nötigsten Utensilien.

Bevor wir in Benoa auslaufen, müssen wir alle an der obligatorischen Seenotrettungsübung teilnehmen. Wir lernen wie im Notfall die Weste angezogen werden müsste und wo die Besammlungsstation für die Rettungsboote wäre. Um 16 Uhr heisst es dann Leinen los. Das Abenteuer kann beginnen, was werde ich wohl die nächsten 2 Wochen alles erleben? Auf jeden Fall laufen wir alles Ziele an, die mir bislang unbekannt sind. Zudem bin ich gespannt, ob denn eine Expedition im Warmwassergebiet einer Polarexpedition auf Spitzbergen ähnelt. An Bord haben wir ein sehr internationales Publikum, wegen der kleinen Grösse des Schiffes lernt man sich rasch kennen. Nach der sail away Party an Deck, folgt bereits der nächste obligatorische Termin. Nämlich das Zodiac-Briefing. Wir werden während unserer Reise oft mit den Zodiacs an Land oder auf Ausflug gehen. Wir lernen hier was „nasse“ und „trockene“ Anlandungen sind, und wie man sicher in ein Zodiac einsteigt.

Ein erstes schmackhaftes Dinner wird genossen und viele verschwinden dann auch schon bald in der Kabine, weil müde von der langen Anreise.

 

 

2. Tag, 25.05.14, Komodo, Indonesien

Heute Nachmittag erreichen wir die Insel welche wegen Ihrer Warane bekannt ist. Komodo eigentlich als eine eher trockene Insel bekannt, zeigt sich heute nicht gerade von der freundlichen Seite. Es regnet nämlich wie wir ankommen. Etwas schade für die Wanderung die wir vor uns haben. Aber für etwas haben wir ja den Regenschutz eingepackt. So kommen dann ziemlich alle Gäste mit an Land. Der Landgang wird gruppenweise (jeder Gast wird in eine von max. 4 Gruppen eingeteilt) vorgenommen.

Ein lokaler Guide begleitet uns auf dem ca. 90 minütigen Spaziergang und klärt uns über Flora und Fauna der Insel auf. Bereits nach kurzer Zeit entdecken wir den ersten Waran. Er liegt ruhig da und wir scheinen ihn – zum Glück – nicht gross zu interessieren. Auf Grund des Regens bekommen wir etliche farbige Schnecken zu Gesicht. Auch tummeln sich ein paar Wildschweine und Hirsche in den Büschen umher. Wie wir beim Recap erfahren, hat eine Gruppe noch die Begegnung mit einem 2. Waran gemacht… einer wachte scheinbar vor der Toilettentüre… welch Schock für den Gast der raus wollte…

3. Tag, 26.05.14, auf See

So, heute steht ein ruhiger Tag auf dem Programm, denn seit ich auf dem Schiff bin war ja immer volles Programm mit diversen Briefings, Vorträgen und Landgang. Die einen suchen sich einen Schattenplatz um im Buch zu lesen, andere ziehen den Liegestuhl auf Deck 7 vor, andere betätigen sich im Fitnessraum – schliesslich gibt’s ja viel zu essen auf dieser Reise – oder wer will hört sich einen der spannenden Vorträge an die täglich auf dem Programm stehen. Es wird über Themen gesprochen mit denen wir während unserer Reise auch in Begegnung kommen. Völker und ihre Traditionen, Natur, Wirtschaft etc. Beim raus blicken aufs Meer kreuzen wir immer wieder kleine Fischerboote…und dies obwohl wir weit und breit kein Land sehen.

Heute Abend bittet der Captain zum Welcome Cocktail und stellt seine wichtigsten Leute der Crew vor. So fehlte dann – üblich bei Captains-Dinners – auch der Lobster nicht auf der Menuekarte. Und er mundete auch hervorragend! 

4. Tag, 27.05.14, Palopo, Sulawesi, Indonesien

Heute heisst es früh aufstehen. Denn unser 2 Tages-Ausflug über Land mit Übernachtung startet bereits um 06 Uhr in der früh. Bei herrlichem Sonnenaufgang geht es steil und kurvenreich hinauf über einen Pass in Richtung Land der Toraja’s. Schon bald sehen wir die ersten typischen Häuser, welche übrigens immer in Richtung Nord/Süd ausgerichtet sind.

Die Toraja leben noch ihre uralten Bräuche, u.a. zelebrieren Sie den Abschied von Verstorbenen. Dies kann auch erst Monate später geschehen. So war es dann auch, dass uns der Guide mitteilte, dass ein solcher Anlass in der Gegend wo wir durchgefahren sind, stattfindet und wir die Möglichkeit hätten daran teilzunehmen. In der Kultur der Toraja’s ist es so, dass je mehr Leute an der Trauerfeier teilnehmen, desto grösser ist die Ehre des Verstorbenen und er wird danach ein viel besseres Leben haben. Wir waren also herzlich willkommen. Beim verstorbenen handelte es sich um eine bekannte Persönlichkeit umso grösser war der Auflauf der Trauergäste. War eine sehr spezielle Begegnung.

Zum Mittagessen wurden wir im Hotel Heritage Toraja erwartet. Eine Mittelklasse-Hotel-Anlage im traditionellen Häuserstil erbaut. Dies war dann zugleich die Unterkunft für heute Nacht.

Nachmittags sind wir erneut auf Ausflug, fahren durch wunderschöne grüne Reisfelder und Terrassen.

Am Abend kommen wir in den Genuss eines einheimischen Reisgerichtes, begleitet von einer lokalen Tanzdarbietung. 

5. Tag, 28.05.14, Pare Pare, Sulawesi, Indonesien

Heute geht es wieder früh los weil wir viele Kilometer vor uns haben um am frühen Nachmittag an der Westküste Sulaweisi's unser Schiff zu erreichen. Einmal mehr haben wir Glück und es findet im Dorf gerade ein Viehmarkt statt. Scheinbar sind die nicht regelmässig am gleichen Wochentag wie bei uns, sondern immer wieder spontan anders. Die Leute bringen hier – von weit her angereist – ihre Schweine und Wasserbüffel zum verkaufen. Es hat unzählige davon… und scheinbar werden nur etwa 10% davon verkauft. Teils bin ich etwas geschockt wie die Tiere gehalten werden – aber ich sage mir dann: andere Länder, andere Sitten.

Anschliessend besuchen wir erneut ein Toraja Dorf, letzte Souvenirs werden ergattert, bevor wir dann bald das Tana Toraja verlassen und über wunderbare Berglandschaften in Richtung Westen fahren. Dieser Teil der Insel ist muslimisch und der Häuserstil wandelt sich komplett. Hier hausen die Leute in Häusern auf Stelzen, und alles macht einen sehr gepflegten Eindruck.

Je mehr wir ins Flachland kommen, desto grösser werden die Reisfelder. Indonesien ist einer der grössten Reis-Exporteure der Welt. Mit ca. 2 Std Verspätung treffen wir gegen 15 Uhr beim Schiff ein, und alle eilen hungrig zum Mittagsbuffet. Kaum sind alle an Bord, legen wir los und nehmen Kurs Nord. 

6. Tag, 29.05.14, Tag auf See

Es bleibt Zeit um die beiden vergangenen Tage mit all den vielen Eindrücken in Gedanken nochmals zu geniessen.

Unter einem tollen Sternenhimmel, habe ich Abends an Deck den Steingrill ausprobiert. Meine Wahl fiel auf das Filet Mignon. Schlichtweg ein kulinarischer Traum, den ich so schnell nicht mehr vergessen werde. 

7. Tag, 30.05.14, Kakaban Island, Indonesien

Die kleine Insel die wir heute ansteuern liegt vor Kalimantan, dem indonesischen Teil von Borneo. Diese Gegend ist vor allem bei Tauchern sehr beliebt, weil sie eine intakte und wunderschöne Unterwasserwelt bietet. Das Spezielle auf Kakaban Island ist der Quallen-See. Ein halb Süss-/ Meerwassersee welcher die Heimat von 4 Quallensorten ist. Scheinbar sind die Quallen hier nicht giftig und man ermutigt uns darin zu schwimmen.

Ich unternehme den Spaziergang zum See, jedoch finde ich keine Lust mich darin zu baden :-) ich ziehe das Schwimmen im Meer vor. Die Schnorchelausrüstung dabei , halte ich Ausschau nach vielen bunten Fischen.

8. Tag, 31.05.14, Lahud Datu, Sabah, Borneo, Malaysia

Sabah heisst der nordöstliche Teil Borneos, und hier nehme ich an einem Trekking im Nationalpark teil. Nachdem wir im Hafen freundlich mit einheimischen Volkstänzen willkommen geheissen wurden, geht’s in kleinen Minibussen zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Ich bin erstaunt, dass ein Grossteil der Gäste an diesem Ausflug teil nimmt. Alternativ wurde eine Info Tour über die Aufforstung in dieser Gegend geboten.

Ziel war es nun, dass wir den Gipfel erklimmen und dabei die Augen offen haben, was uns an Tieren, Blumen begegnet. Lokale Guides führten uns also in den Nationalpark. Der anfänglich gute Wanderweg wurde immer wie weniger ein Wanderweg. Äste, Lianen, flachliegende Bäume wurden immer mehr zum Hindernis und die Hitze machte es uns nicht einfacher. Der Schweiss tropfte nur so runter. Immer mehr kam nun die Frage auf, ob wir denn den gleichen Weg wieder runter gehen. Dies konnte so niemand wirklich beantworten, es gab da unterschiedliche Informationen der Guides. Auf jeden Fall oben angekommen, stelle ich fest, dass ich nicht einen tollen Ausblick auf die Gegend unter mir habe – so wie ich das von zu Hause gewohnt bin. Nein die Rundumsicht bleibt uns hinter Bäumen verborgen. Etwas Frust kam auf, als uns gesagt wird, dass wir nun doch den gleichen Weg zurück gehen, weil scheinbar von der alternativen Weg-Variante abzuraten sei, da der Weg zu sehr vom Regen der letzten Tage gelitten hat.

Kaum auf dem Rückweg, erblicke ich eine türkisfarbene kleine Schlange neben dem Weg auf einem Ast. Wie uns der Lektor später verrät, war es eine hoch giftige grüne Viper. Ich kann nur sagen: Gott sei Dank wusste ich es nicht, als ich neben ihr stand… Ab und zu sahen wir auch eine Orchideenpflanze und wenige Vögel.

Nach der Tour sind wir alle geschafft und froh uns am Mittagsbuffet auf dem Schiff zu stärken. Die Wanderung war für viele doch anspruchsvoller als sie angenommen haben. 

9. Tag, 01.06.14, Sandakan, Sabah, Borneo, Malaysia

Es geht Schlag auf Schlag sodass ich heute erneut zu einem 2-tägigen Ausflug an Land aufbreche. Diesen konnte ich gegen Aufpreis buchen. Ich erhoffe mir, hier im Regenwald die Orang Utans finden zu können. Eigentlich der Grund, warum ich die Reise auch unternehme. Bis zum Mittagessen bleiben alle Gäste zusammen. Wir fahren mit kleinen Booten vom Meer zum Flussdelta des Kinabatangan Rivers. Wunderschöne Natur, welche mich teilweise auch an den Amazonas erinnert. Die Ufer sind gesäumt von riesigen Palmöl Plantagen oder Laubbäumen. Wir haben bereits vor dem Mittagsstop Glück und sehen in Bäumen die Nasenaffen, die hier auch heimisch sind. Der Guide lehrt uns, dass wir nachmittags noch viel mehr davon zu sehen bekommen, weil es dann nicht mehr so heiss ist. In Abai Village bekommen wir am Ufer ein lokales Mittagessen mit Reis und frisch gefangenen Fischen. Die Kinder des Dorfes führen uns noch die traditionellen Tänze vor, bevor wir dann noch alle einen jungen Baum pflanzen können und uns so unterstützend bedanken.

Nun geht das Abenteuer Orang Utans los. Ob ich sie wohl sehen werde ?… Euphorisch steigen wir in kleinere Boote um und fahren noch weiter Flussaufwärts (wir sind ca 23 Gäste die diese Extra-Tour gebucht haben). Die Fahrt zu unserer Lodge soll ca noch 90 Minuten dauern. Nach kurzer Fahrzeit sehen wir Fischreiher am Ufer stehen, leider aber auch, dass sich der Himmel unheimlich verdunkelt und wohl das Gewitter nicht mehr weit weg ist. Und kaum habe ich den Gedanken verworfen spüre ich auch schon die ersten Tropfen…. Und nun geht’s sehr schnell. Ein hefitges Gewitter zieht über uns her – wir probieren die Seiten des Bootes mit einer Plache zu schliessen, damit unser Gepäck und wir selber nicht allzu nass werden. Gelingt uns ganz gut. Nur leider ist eines von unseren 3 Booten nicht so gebaut wie unseres. Sie bitten uns via Funk um Unterstützung und so fahren wir ein paar Meter zurück. Da nehmen wir dann alles Gepäck dieser Gäste zu uns an Bord… Sie selber sind am Wasser schöpfen… und 3 Passagiere wechseln auch noch auf unser Boot. Wieder mal Abenteuer total. Etwas schade, weil wir so von der Landschaft absolut nichts mehr mitbekommen und uns nur noch darauf konzentrieren, dass das Gepäck so wenig wie möglich nass wird. Wie wir dann in die Region unserer Lodge kommen lässt der Regen endlich nach. Ein paar Lodges liegen hier in kleinen Abständen auseinander. Ich bekomme – wie die anderen auch – ein Bungalow für mich. Für ein paar Minuten geniesse ich noch die schöne Veranda und lasse die Ruhe auf mich wirken, bevor wir uns um 16h30 für eine Abendpirsch treffen. Gegen Abend, wenn die Hitze vorbei ist, zeigen sich die Tiere besser. Mit den Lodgeeigenen Booten , max 4 Personen pro Boot, geht’s nun auf eine 2-stündige Pirschfahrt. Wir fahren in einen schmalen Seitenarm des Flusses und ich staune einmal mehr wie gute Augen gewisse Leute haben… da erspäht der Führer tatsächlich eine Schlange in einem Baum, oder einen gut getarnten Waran der leger über einem Ast liegt und sich eine Pause gönnt. Wir haben auch das Glück einen bunten Kingfisher (Vogel) und die seltenen Hornvögel mit ihrem gelb-roten Schnabel zu erspähen. Auch die Nasenaffen sichten wir ein paar Mal. Und so kommen wir doch glücklich zurück in die Lodge wo es um 19 Uhr bereits Nachtessen gibt. Die heftige Regendusche vom Nachmittag ist schon vergessen. Um 20h30 sind wir alle schon im Bett… es war ein langer Tag mit vielen Erlebnissen der uns doch müde machte. Und schliesslich gehen wir ja morgen bei Sonnenaufgang nochmals auf Pirsch. 

10. Tag, Kinabatangan River, Sabah, Borneo, Malaysia

Bei Tagesanbruch, also 06h15 treffen wir uns beim Boot für die erneute Tiersichtung. Alle hoffen wir nun die Orang Utans zu sehen. Unser Bootsführer führt uns erneut Flussaufwärts. Es herrscht eine sehr mystische Stimmung. Nebel der sich am Lichten ist. Der eine oder andere Fischreiher steht am Ufer, aber sonst tut sich nicht viel. Nasenaffen sehen wir nur wenige und es scheint, dass der heftige Regen von gestern und in der Nacht, die Tiere verscheucht hat. So kommen wir mit wenig gesehenen Highlights zurück zur Lodge wo wir uns ein gutes Früshtück gönnen. Aber das ist ja eigentlich das Tolle, dass man eben in der Natur ist und nicht durch einen Zoo spaziert.

Nach dem Frühstück heisst es dann die Rückreise anzutreten und zurück nach Sandakan zur Silver Discoverer zu fahren. Leider hat es nicht geklappt mit der Orang Utan Sichtung. Wir haben nur ein Nest zu Gesicht bekommen, scheinbar baut sich ja der Orang Utan jeden Tag ein neues Nest für die Nacht. Immerhin:-). Heute scheint wenigstens die Sonne und wir können die Flusslandschaft doch noch etwas geniessen, nachdem wir sie gestern ja wegen des Regens nicht wirklich geniessen konnten. Immer wieder gibt es ein Haus am Ufer und es wird Wäsche getrocknet. Wir haben eine 3-stündige Fahrt die wir zurück legen müssen. Und etwa bei Halbzeit rufe ich „ Elephants, Elephants“. Der Bootsführer stoppt sofort und dreht bei… tatsächlich, da baden sich etwa 20-30 Elefanten inkl. Jungen am Ufer in den Büschen. Wir schauen ihnen fasziniert ein paar Minuten zu, und sie lassen sich nicht davon stören – wow – was für ein Abschluss.

Zufrieden kommen wir aufs Schiff, wo uns Silversea auch schon mit einer Flagge „Welcome home“ willkommen heisst. Ich freue mich auf meinen Lunch an Deck der sich immer mit Salat und einem gegrillten Stück Fisch oder Fleisch zusammen stellt. Meine neuen Freunde an Bord sind gespannt was ich von meiner Tour zu erzählen habe – und ebenso lausche ich gespannt über ihre abenteuerliche Rückfahrt im offenen Boot bei starkem Regen am Vortag. 

11. Tag, Puerto Princesa, Palawan, Philippinen

Über Nacht haben wir die Grenze passiert und sind heute bereits wieder in einem neuen Land. Wir legen am Pier von Puerto Princesa an und werden herzlich von den Einheimischen begrüsst. In kleinen Minibussen fahren wir über saftig grüne Pässe bis an die Westküste der Insel. Hier steigen wir auf kleine typische Holzboote um. Sehen aus wie ein Einbaum-Katamaran. Diese fahren uns in 20 Minuten zum unterirdischen Fluss. Ein riesiges Höhlensystem mit interessanten Steinformationen. Die Höhlen sind auch Heimat von Fledermäusen und kleinen Spatzen, die dort jeden Abend ihr zu Hause haben.

Bei einem asiatischen Mittagessen an einem feinsandigen Sandstrand stärken wir uns für die Rückfahrt nach Puerto Princesa.

12. Tag, Coron, Philippinen

Heute bin ich früh wach und bin auch gleich schon mit Kaffee an Deck um die Einfahrt in Coron zu sehen. Was für eine Märchenwelt! Die Silver Discoverer gleitet an malerischen Hügeln die aus dem Meer ragen vorbei. Am Himmel hat es schwarze Wolken und ich frage mich wie viele Minuten wohl noch verstreichen bis es zu regnen beginnt. Wir haben aber Glück und es gibt nur ein paar wenige Tropfen. Auch hier werden wir wie in den letzten Tagen mit grossem Aufwand empfangen und kriegen eine Halskette aus Muscheln um den Hals gehängt.

Heute dürfen wir in einem See, welcher in diesen wunderschönen Bergen liegt, baden gehen. Ich bin schon ganz gespannt, ob es so ähnlich sein wird, wie bei diesem Quallensee. Aber nein. Glasklares Wasser in einer traumhaften Umgebung und dies bei einer Temperatur von wohl 25°. Da wir in der Hitze zum See aufsteigen mussten, ist es ein herrlicher Genuss hier ein paar Minuten zu schwimmen. Einige haben ihre Schnorchelausrüstung mit und gehen auf Suche nach farbigen Fischen. Die Umgebung des Sees erinnert mich ein wenig an den Oeschinensee bei Kandersteg.

Das Mittagessen soll heute ein Strand-BBQ sein. Darauf freue ich mich richtig. Mit den kleinen Booten fahren wir an einen kleinen Strand mit kitschig türkisfarbigen Wasser – den wir übrigens ganz alleine für uns haben. Wir bekommen Krabben, Grilladen und Reis, Salat und Dessert serviert. Ich komme mir vor wie im Paradies – und allen anderen geht’s scheinbar gleich. Die Stimmung ist ausgelassen, jeder tummelt sich im Wasser und geniesst ein Bad. Wer noch nicht genug entdeckt hat, fährt nun noch zu den heissen Quellen und nimmt dort sein 3. Bad am heutigen Tag. Abends geniesse ich erneut ein zartes Filet Mignon an Deck.

13. Tag, Tag auf See

Tag auf See.

14. Tag, Aparri, Luzon, Philippinen

Bereits haben wir den vorletzten Landgang unserer Reise. Einige Gäste sind etwas Müde von all den Erlebnissen der letzten Tage und entscheiden sich an Bord zu bleiben. Die Silver Discoverer liegt auf Reede vor Aparri, welches ganz im Norden der Luzon Insel liegt. Wie immer wenn wir ankern, geht ein Scout Boot mit dem Expeditions-Team an Land. Heute scheint es etwas speziell zu sein. Wir müssen mit den Zodiacs vom Meer in eine Flussmündung um an den Pier der Stadt zu gelangen. Als das Scout Boot zurück kommt, erfahren wir über Lautsprecher, dass die Ausflüge 20 Minuten früher losgehen, da sich die Stadt scheinbar noch was einfallen lassen hat und wir sonst so den Fahrplan nicht einhalten könnten. Zum Glück hatte ich den Rucksack für den Ausflug schon bereit, weil ich nun gleich los musste.

Sobald wir in die Flussmündung kommen, winken uns von Booten und Ufern die gastfreundlichen Philippinos zu, was wir gerne erwidern. Als wir dann den Steg erblicken wird uns etwas mulmig, denn wir sehen einen riesigen Menschenauflauf. Was, sind die alle wegen uns da? ja, und mir fällt auf, dass die Stadt schön festlich geschmückt ist. Kaum habe ich meine Zodiacweste ausgezogen schüttle ich mindestens 10 Personen die Hände. Bürgermeisterin, Tourismusminister, Helfer etc. Dabei ertönt rythmische Musik und Kinder in bunten Kostümen geben Tanzdarbietungen zum Besten. Ich bin den Tränen nahe… bin doch schon viel gereist, aber der Empfang welcher Aparri hier den Gästen von der Silver Discoverer bereitet, ist schlichtweg einmalig und beherzt und geht jedem Mitreisenden sehr nahe.

Ich hätte da noch gerne länger den Kids zugeschaut oder ein paar Souvenirs gekauft, aber der Ausflugsbus war ready. Unser Ziel heute war zum nördlichsten und östlichsten Leuchtturm der Philippinen zu gehen. Mit Bus, Boot und kleiner Hügelbesteigung haben wir dies auch geschafft. Andere Gäste haben es vorgezogen 3 Stunden Bus zu fahren und die Höhlen von Penablanca zu besichtigen, welche u.a. eine unterirdische Kirche bieten können.

Adieu Philippinen heisst es dann, als wir Abends die Anker lichten. Wir nehmen Kurs auf Taiwan. 

15. Tag, Tag auf See

Tag auf See.

16. Tag, Hualien, Taiwan

Man merkt sofort, dass wir in einem anderen Land sind. Der Anblick der Stadt erinnert einem schon fast wieder an zu Hause und einen kurzen Moment schauderts mich grad. A) ein Zeichen, dass die wunderbaren Ferien bald zu Ende sind und B) die Gemütlichkeit der letzten Tage wohl vorüber ist. Unser Ausflug führt uns in den nahe gelegenen Taroko-Nationalpark. Wir haben Wanderungen auf dem Programm und erhoffen uns natürlich das eine oder andere Tier zu erspähen. In den ca 90 Minuten Wanderung auf bestem Wanderweg, erspähen wir dann wirklich auch eine Schlange und ein paar schöne Blüten. Der Nationalpark ist üppig grün und hat tiefe Schluchten. Zudem scheint er auch bei den Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel zu sein. Wir begegnen, anders als in den letzten 2 Wochen, etlichen Bussen und Gruppen. Traditionelles chinesisches Mittagessen gibt’s in einer schönen Lodge, wo uns zahlreiche grosse Schmetterlinge um die Nase fliegen.

Müde kommen wir Abends aufs Schiff zurück. Da morgen bereits Ausschiffen ist, gilt es noch den Koffer zu packen. Beim letzten Recap geniessen wir noch den Video welcher der Bordphotograph während der Reise von unserer Expedition gedreht hat und können uns so nochmals an all die wunderschönen Orte zurück denken. 

17. Tag, Keelung, Taipeh, Taiwan

Ausschiffen. 

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