China

Teekultur, Terrakotta, Traditionen

Destination

China. Gratwanderung zwischen kulturellen Traditionen und wirtschaftlicher Raserei, zwischen Gigantomanie und Bescheidenheit. Von den modernen Metropolen im Osten zu den leeren Weiten im Westen – Land der tausend Wunder.

Das Reich der Mitte – wörtlich übersetzt – steht im Mittelpunkt. Umgeben von 14 Staaten, so vielen wie sonst nur noch Russland, ist China Heimat für 1,3 Milliarden Menschen. Überragt vom höchsten Gebirge der Welt und geprägt von den «Drei grossen Lehren» Konfuzianismus, Buddhismus und Daoismus. Ein kulturelles Erbe mit Schätzen aus Jahrtausenden wartet auf Sie: Wandern Sie über die Grosse Mauer, verlieren Sie sich im Labyrinth der Verbotenen Stadt oder bestaunen Sie den Detailreichtum der weltberühmten Terrakotta-Armee von Kaiser Qin Shi Huangdi. Eingebettet sind diese Sehenswürdigkeiten in märchenhaft anmutende Landschaften. Goldene Sanddünen, neblige Täler, riesige Reisfelder. Aber auch Grossstadtdschungel – etwa in den Wirtschaftsmetropolen Shanghai und Hongkong. Verbringen Sie einen Nachmittag in einem traditionellen Teehaus und lassen Sie sich in längst vergangene Epochen entführen.

Hauptstadt

Peking

Einwohner

ca. 1,3 Milliarden (Stand Juli 2009)

ca. 92 % Han-Chinesen. Daneben 55 offiziell anerkannte Minderheiten (u.a. Tibeter, Uiguren).

Fläche

9'572'395 km2

Zeitverschiebung

MEZ +7 Std.

Sprachen

Chinesisch (Mandarin) und teilweise Sprachen der autonomen Gebiete.

Eine «echte» Landessprache gibt es in China jedoch nicht. In China unterscheidet sich die geschriebene von der gesprochenen Sprache. Die geschriebene chinesische Sprache verstehen und benutzen die Menschen überall. Sie ist unabhängig vom Dialekt und im ganzen Land gleich, mit Ausnahme von Hong Kong, hier benutzt man eine ältere Version und von Gebieten einiger Minoritäten mit eigenen Schriftsprachen. Die von etwa 1,22 Milliarden Chinesinnen und Chinesen gesprochenen Sprachen sind jedoch sehr unterschiedlich und vielfältig. Offizielle Landessprache ist das Hochchinesische, Putonghua, auch Mandarin genannt. Daneben gibt es sieben weitere chinesische Sprachen oder Dialektbündel, die ihrerseits in viele lokale Einzeldialekte zerfallen: Wu, Yue, Min, Jinyu, Xiang, Hakka und Gan. Mandarin wird von über 875 Millionen Menschen auf dem Festland und auf Taiwan gesprochen. Die anderen rund 345 Millionen lernen in der Schule Mandarin als erste Fremdsprache.

Währung

Renminbi Yuan

Kultur

Die chinesische Kultur hat über die Jahrtausende in zahlreichen Richtungen aussergewöhnliche und einzigartige Formen entwickelt. Erwähnenswert sind die chinesische Oper, die Kalligrafie, die Gartenkunst, das Schatten- und das Puppentheater. Der wichtigste Feiertag ist das chinesische Neujahr, das jeweils auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar fällt.

Die chinesische Kultur ist bis ins 20. Jahrhundert hinein gegenüber Einflüssen von aussen resistend geblieben. Erst mit der Etablierung des Kommunismus und der «Kulturrevolution» unter Mao Zedong in den 1960er Jahren wird am kulturellen Erbe gerüttelt, wobei vor allem die traditionelle Lebensweise der modernen Welt angepasst wird.

Sicherheit

Aktuelle Informationen unter www.eda.admin.ch

Pass und Visa Informationen

Schweizer Bürger benötigen für die Einreise nach China in jedem Fall ein Visum. Dieses ist drei Monate gültig, wobei kein bestimmtes Einreisedatum festgelegt ist. Es berechtigt zu einem einmonatigen Aufenthalt. Um ein Touristenvisum für China zu beantragen sind folgende Dokumente nötig:

• Reisepasse, noch mindestens sechs Monate gültig mit zwei leeren Seiten

• Ausgefülltes Antragesformular

• Passfoto

Das Visum kann frühestens 50 Tage vor der geplanten Reise beantragt werden. Für eine einmalige Einreise kostet es 50 Franken pro Person. Es muss persönlich beantragt und abgeholt werden. Die Bearbeitung dauert im Normalfall fünf Arbeitstage. Schnellere Bearbeitungen sind gegen einen Aufpreis möglich.

Für die Einreise ins autonome Gebiet Tibet ist ein Gruppenvisum und eine Genehmigung des tibetischen Fremdenverkehrsamtes notwendig.

Für Aufenthalte bis zu drei Monaten in Hongkong ist für Schweizer kein Visum nötig.

(Stand Februar 2009)

Souvenirs

Seide, Stickereien, Keramik, Porzellan, Jade

Aktivitäten

Beach, Eat & Drink, Night life, Culture, Nature & Quietness, History & Tradition, Events & Festivals, Wildlife, Safari, Train Journey, Cruise, Sport in general, Watersports, Hiking, Biking, Golf, Wellness / Spa, Outdoor / Adventure

Gut zu wissen

Die chinesische Philosophie der Harmonie zwischen Himmel, Erde und Mensch kennt fünf Elemente. Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, die in (fast) allen Bereichen des Lebens auftreten und jeweils für verschiedene Handlungen oder Eigenschaften stehen. Sie bezeichnen aber auch verschiedene Zustände der Veränderung von Himmel, Erde und Mensch. Wer als Mensch im Einklang mit Himmel und Erde leben will, muss in allen Aspekten seines Lebens für eine Harmonie der fünf Element sorgen. In der Küche stehen die fünf Element zum Beispiel für fünf Geschmacksrichtungen:

• Holz > sauer

• Feuer > bitter

• Erde > süss

• Metall > scharf

• Wasser > salzig

Keines sollte die anderen überdecken und alle gehören in eine vollständige Mahlzeit.

Klima

China vereint auf Grund seiner Grösse mehrere sehr unterschiedliche Klimazonen in sich. Generell ist das Klima in China kontinental geprägt, wobei der Sommermonsun einen grossen Einfluss hat.

Im Nordosten herrscht Winterkaltes Nadelwaldklima, mit langen, kalten Wintern. Schnee fällt schon im November und kann bis zu sechs Monaten liegen bleiben. Der Sommer ist warm und feucht. Im Juli und August kann die Temperatur bis auf 30 Grad Celsius steigen.

Von der mongolischen Grenze bis Peking herrscht Trockenes Wüstenklima. Winter sind kalt und schneearm, Sommer sehr heiss. Generell herrscht extreme Trockenheit und grosse Temperaturschwankungen.

Der Osten des Landes ist Gemässigt mit vier etwa gleich langen Jahreszeiten. Winter sind frostig, schneearm und trocken mit viel Sonne. Sommer dagegen heiss und feucht.

Im Landesinnern mit den Gebirgen Himalaya und Kunlun herrscht kühles Gebirgsklima mit hohen Temperaturschwankungen. Wegen geringer Niederschlagsmengen bleiben auch im Winter hohe Lagen schneefrei.

Der Südosten ist subtropisch geprägt mit milden und trockenen Wintern und heissen Sommern mit starken Niederschlägen.

Der äusserste Süden ist Tropenzone. Winter sind trocken und warm, um 20 Grad Celsius, Sommer heiss-feucht mit geringen Temperaturschwankungen.

Fauna und Flora

Sowohl Fauna wie Flora Chinas sind extrem Artenreich. Mehr als 10 % aller Wirbeltierarten der Welt kommen in China vor, über 6300 Arten. In China endemisch und besonders selten sind zum Beispiel der Grosse Panda, der Stumpfnasenaffe und der Südchinesische Tiger. Vermutlich ausgestorben ist der Chinesische Flussdelfin, der nur im Yangtse und einigen Nebenflüssen vorkam.

Nach Brasilien und Malaysia ist China mit rund 30'000 höheren Pflanzenarten auf Platz drei aller Länder. Rund 2000 davon sind essbar und mehr als 3000 werden medizinisch angewendet.

Sommer oder Winterdestination?

Sommer, Winter

Ländervorwahl

0086

Elektrizität

220–240 Volt Sie benötigen einen Adapter. In China werden verschiedene Steckdosentypen verwendet.

Gesundheit und Schutzimpfung

Aktuelle Informationen unter www.safetravel.ch

Geschichte

Die ältesten schriftlichen Dokumente aus China sind über 3500 Jahre alt. Die chinesische Geschichte ist geprägt von Kaiser-Dynastien, deren erste, die Xia-Dynastie, sich ab 1766 v.Chr. etabliert. Das chinesische Kaiserreich wird 221 v.Chr. durch den ersten Kaiser Qin Shihuang gegründet. Als Schutzwall gegen die Völker im Norden, lässt der Kaiser die Grosse Chinesische Mauer errichten. Teilstücke davon bestehen zu der Zeit bereits, nun werden diese erstmals zu einer zusammenhängenden Mauer verbunden. Das Grabmal dieses Herrschers liegt in Xian und wird von der weltberühmten Terrakotta-Armee bewacht. Diese Armee ist aber nur eine von unzähligen Grabbeigaben, und offenbar eine so «unbedeutende», dass sie in der chinesischen Geschichtsschreibung nicht einmal erwähnt wird. Das Grab selbst ist bis heute ungeöffnet und soll von Grabräubern verschont geblieben sein.

Nebenkosten

Das Preisniveau für China zu bestimmen ist fast unmöglich, weil die Unterschiede innerhalb des Landes extrem sind. In den grossen Städten sind die Preise generell höher als auf dem Land, aber auch innerhalb der Städte stark variierend. In Garküchen auf der Strasse und billigen Restaurants kostet eine Mahlzeit zwischen 1 und 4 Franken, im Luxusrestaurant direkt daneben gut und gerne mehrere Hundert Franken.

Preisbeispiele Stadt:

• Stadtbus: ca. 20 Rappen

• Taxi: ca. 1.5 Franken für die ersten drei Kilometer

• Zigarettenpackung: ab 80 Rappen

• Büchse Bier im Laden: ca. 50 Rappen

• Glas Bier in Bar: ca. 3 Franken

• Menu bei McDonalds: ca. 3 Franken

• Coiffeur: ca. 5 Franken

Trinkgeld ist offiziell verboten, wird aber dankbar angenommen.

Lokale Gerichte

Der auch in der Schweiz gebräuchliche Begriff Chinesische Küche ist insofern nicht zutreffend, als dass er der Vielfalt der regionalen Unterschiede nicht annähernd gerecht wird. Allgemein werden vier grosse Regionalküchen differenziert:

• Sichuan-Hunan: Westchina, scharf, Schweinfleisch, Knoblauch, Kohl

• Kanton: Südchina, Wokgerichte, viele Tierarten, Ingwer, Sojasauce

• Fukien: Ostchina, Präsentation ist wichtig, süss, viel Öl, Tee

• Peking-Shantung: Nordchina, mongolische Einflüsse, kaum Reis, Nudelsuppen

Eine andere Unterteilung ist historische bedingt:

• Fangshan Palastküche: Kaiserhaus der Qing-Dynastie

• Konfuzianische Gerichte: Kong-Familie

• Tanjia-Gerichte: Tan-Familie, süss-salzig mit vielen Meeresfrüchten

• Formelle Bankett-Küche: Delikatessen der mandschurischen Küche

• Vegetarische Gerichte: vor allem religiös bedingt

• Medizinale Gerichte: von Traditioneller chinesischer Medizin beeinflusst

Neben Farbe, Aroma und Würze spielen Konsistenz und Gesamteindruck eine wichtige Rolle. Viele Zutaten, die in China verwendet werden, sind uns in Europa fremd oder erscheinen gar abstossend. Schlangen, Insekten, Würmer oder Hund sind nur einige davon. In allen verschiedenen Küchen fehlen Milchprodukte mit Ausnahme zentralasiatischer Minderheiten.

Auch unterscheiden sich die chinesischen Tischsitten von den unseren: es ist üblich beim Essen zu schmatzen und schlürfen, mit vollem Mund zu sprechen oder gar zu rülpsen.

Der Gastgeber ist quasi verpflichtet, mehr zu servieren, als die Gäste essen können. Wenn Sie alles aufessen, heisst das, der Gastbeber hat zu wenig aufgetischt, wodurch er sein Gesicht verliert.

Zoll- / Einfuhrbestimmungen

Für die Einfuhr nach China gelten für bestimmte Gegenstände Höchstmengen. Bei Überschreiten müssen die Gegenstände am Zoll angemeldet werden. Dazu gehören unter anderem:

• eine Fotokamera

• eine Videokamera

• ein Laptop

• 400 Zigaretten

• zwei Flaschen Spirituosen à 0.75 Liter

Ein Einfuhrverbot besteht neben Waffen und Drogen auch für Filme, Bücher und Tonaufnahmen, die in China verboten sind.

Klimainformationen für diese Region

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